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Zwangstestungen an Schulen plus Maskenpflicht plus Distanzunterricht plus Gruppenteilung plus Abstand – Ein Kommentar

Last updated on 20. September 2021

Demonstration in Fürstenfeldbruck vor dem Landratsamt

Maskenpflicht, auch für Grundschüler? – Nur für kurze Zeit.

Homeschooling? – Nur vorübergehend.

Corona-Test? – Nur auf freiwilliger Basis.

Doch nun seit Montag:

Maskenpflicht und Distanzunterricht und Gruppenteilung und Abstandhalten und Testpflicht, in! der Schule.

Wem jetzt noch nicht dämmert, woher der Wind weht, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen!

Seit Montag muss ein vielleicht erst 6-jähriges Kind sich selbst und vor den Augen eines Lehrers ein Teststäbchen in die Nase stecken, wobei die Lehrer sich nicht einmal darin einig sind, ob es nun 2 oder 4 Zentimeter weit nach oben geschoben werden soll, wie ich von einem meiner Musikschüler erfuhr. Wie wird sehr bald die gerade in diesem Alter noch sehr empfindliche Nasenschleimhaut aussehen, wenn diese Prozedur mehrere Wochen mindestens zwei Mal wöchentlich, denn außerhalb der Schule werden ja nun auch ständig Negativtestergebnisse benötigt, stattfindet?

Was, wenn ein Schüler dann tatsächlich ein positives Testergebnis erhält?

Er wird mitten im Unterricht aus seiner Klassengemeinschaft in ein Isolierzimmer verfrachtet, nachdem er vielleicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule gelangt ist, unterwegs mit seinen Freunden sprach, ihm längst eingebläut wurde, dass Corona Menschen wie auch Mama, Papa, Oma, Opa umbringt und er daran, noch gelinde gesagt, beteiligt ist, sollte er das Virus aufschnappen.

© Kathrin Feldmann

Im schlimmsten Fall muss dieser Schüler zu Hause die nächsten 2 Wochen isoliert in seinem Zimmer verbringen, Essen und Trinken werden ihm vor die Tür gestellt, und die übrigen Familienmitglieder tragen vorsichtshalber Maske, auch daheim.

Doch selbst wenn es so drastisch nicht käme – wobei obiges Szenario längst keine Seltenheit mehr ist, wie wir inzwischen wissen, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen – ist er „schuld“ daran, dass die ganze Klasse, sämtliche Lehrer, mit denen er Kontakt hatte, in einigen Fällen gar die gesamte Jahrgangsstufe und seine Familie 2 Wochen lang in Quarantäne bleiben müssen, und das, obwohl in den meisten Fällen niemand auch nur im Geringsten ein Symptom zeigt!

Wie muss er sich also fühlen, dieser Schüler? Gemobbt, denunziert, ertappt, in seiner Selbstwahrnehmung zerstört, wenn er, vollkommen gesund, krank getestet wurde, diskriminiert und vor allem auf lange Sicht: traumatisiert! Zudem fallen seit Monaten sämtliche außerschulische Freizeitaktivitäten weg, die ihm normalerweise Halt geben, sollte es zu Hause keinen geben. Und auch hier machen wir uns kaum bewusst, wie dramatisch die totgeschwiegenen Eskalationen im häuslichen Umfeld inzwischen sein müssen, nachdem der soziale und finanzielle Druck kein Ventil mehr findet und in den eigenen vier Wänden ausagiert werden muss!

Dies und Weiteres kam am Donnerstag, 15. April 2021 zur Sprache, als sich etwa 100 Menschen vor dem Landratsamt Fürstenfeldbruck versammelten, um gegen die Zwangstestungen an Schulen aufzubegehren. Und da gab es Niemanden, der Covid 19 leugnete oder rechte Ansinnen hatte, doch Alle, die nicht akzeptieren, dass über ihre Kinder verfügt wird, als wären diese Virenschleudern, und sie ihre Fürsorgepflicht an die Schule bzw. weiterführend den Staat abgeben sollen.

© Kathrin Feldmann

Nachdem ein durch eine Gruppe Eltern verfasster Brief verlesen wurde – siehe unten – in dem zuletzt auch die teilweise schwerwiegenden Nebenwirkungen der Ingredienzen der Teststäbchen nachzulesen sind, kamen eine Ärztin zu Wort, die anschaulich anhand einer Skizze die irrwitzige Teststrategie offenlegte, eine Traumatherapeutin, die an die positive und bestärkende Vorbildfunktion der Eltern appellierte, nachdem während der frühen, so empfindlichen und von Nachahmung und Abhängigkeit geprägten Phase des Lebens die Weichen für spätere seelische Schwierigkeiten und psychische Defizite gestellt werden, sowie einige Müttern bzw. Großmütter, die beherzt spontan zum Mikrofon griffen und unmittelbare und berührende Worte für ihr gesundes Empfinden fanden, und dafür, was jetzt und in dieser Situation ansteht oder zumindest anstehen sollte :

Aussteigen aus dem System, das ohnehin seit Jahren stupide und armselig schulische Lehrpläne kreiert oder aufrecht hält, die, völlig veraltet und an der Realität vorbei nicht selbstbestimmte, verantwortungsbewusste, unabhängige, weil kreative und inspirierte Menschen heranbildet, sondern macht- und karrierebesessene, unsoziale, herzensblinde, entseelte mit nutzlosem Wissen aufgeschwemmte Egozentriker ausspucken, gibt es nicht jenseits der Schule weitere Anregungen und Angebote zu andersgearteten Erfahrungen.

Wie kann das nun aussehen, das Aussteigen aus dem System?

Die Kinder, so irgend möglich, zu Hause behalten, um Zeit in der Natur zu verbringen, sich hierbei vernetzen mit anderen Eltern, um sich gegenseitig zu entlasten und den Kindern anschauliches, lebensnahes Lernen zu ermöglichen, ihnen Hoffnung machen, auf ein Licht am Ende des Tunnels verweisen, Positives fokussieren, vorleben und in die Welt setzen, wertvolle Zeiten mit ihnen gestalten und leben und – die Schule nicht länger als das Non plus Ultra hinnehmen und darstellen. Damit wird dem Druck während der Homeschoolingphasen der Wind aus den Segeln genommen, der sich derzeit so fatal auf die Beziehung zwischen Kind und Eltern auswirkt, da beide längst über die Grenze des Erträglichen im Hamsterrad der Dauerüberforderung feststecken.

Und es gibt sie bereits, die Elterninitiativen, die neue Formen des Lernens bereitstellen (siehe zum Beispiel Bliss German School) mit Lehrenden, wie mitunter einer Rentnerin, ehemals Lehrerin, die sich zu Wort meldete, um Hilfe beim Homeschooling anzubieten und sich nach ihrem Redebeitrag sofort von einer Handvoll Mütter umringt wiederfand.

Wo seid ihr, Senior*innen, die ihr so viel Wissen weiterzugeben habt, doch stattdessen in Isolation vereinsamt? Wo seid ihr, Lehrer, die ihr längst nicht mehr an das System glaubt, aber es täglich bedient? Wo seid ihr, Künstler, die ihr lamentiert, weil eure Kunst keinen Raum mehr findet, anstatt mit Kindern kreativ Neues zu gestalten? Wo seid ihr, Menschen, die ihr, müde und verzweifelt und von Angst geleitet und verblendet, euch versteckt, anstatt nun mutig herauszutreten aus dem Gewohnten?

Für euch selbst und für eure Familien und Kinder!

So sehr bräuchte es euch jetzt an dieser Stelle solidarisch mit und für die Jüngsten unter uns, die morgen unser Zusammenleben gestalten sollen und werden!

Dass gleichzeitig zu allem Hiob ein neuer Wind weht, bewiesen die knappen 2 Stunden an diesem Donnerstagvormittag:

Die stärkenden, positiven, Mut machenden, tröstlichen Beiträge von Menschen, die nicht bereit sind klein bei zu geben, wiegten zuletzt schwerer als all die momentanen Horrorszenarien, die uns zu erschlagen drohen. Im Gegenteil: sie hatten die Kraft, uns aus ihnen heraus zu katapultieren und Hoffnung zu schöpfen.

Ein Miteinander auf Herzebene wie nie zuvor zeigt sich da, eine energiegeladene Verbindung Gleichgesinnter. Mut, Innovationsbereitschaft, Intensität, Mitmenschlichkeit strahlten zuletzt aus den Gesichtern der Versammelten. Alles steht also bereit für den Aufbruch zu frischen, lebenswerten Ufern und einem sinnvollen Neubeginn für uns und unsere Kinder. Doch nicht innerhalb dessen was sich hier ausbreitet, sondern gleichzeitig außerhalb!

© Kathrin Feldmann

Brief an Schule zu Zwangstests 

Mit der neuen Anordnung einer Testpflicht für alle SchülerInnen als Voraussetzung des Schulbesuches gefährdet die Bayerische Staatsregierung erneut das Kindeswohl und stellt eine Eskalationsstufe her, die sowohl für uns Eltern, als auch für Sie als LehrerInnen und Verantwortliche für unsere Schule enorme Verletzungen der Fürsorgepflicht  einzufordern sucht.

Das dürfen und wollen wir nicht hinnehmen. Wir möchten Sie dabei unterstützen, Schaden von unseren Kindern und Ihnen als LehrerInnen abzuwenden und nach Auswegen aus dieser traumatischen Situation zu suchen.

Unabhängig von einem möglichen Nutzen ist eine regelmäßige Testung der Kinder in der Schule unausweichlich verbunden mit dramatischen Gefährdungen des Kindeswohls:

1) Ein Test-Geschehen während des Unterrichts  bedeutet, dass die ohnehin bereits auf einen kleinen Bruchteil des Normalen reduzierte Unterrichtszeit nochmals verringert wird.

2) Medizinische Daten unterliegen einem strengen Datenschutz, das Testgeschehen vor den Augen aller Schüler würde diesen und auch die Intimsphäre der Kinder und ihrer Familien gravierend verletzen.

3) Die Kinder werden einem enormen psychischen Druck ausgesetzt. Ein positives Testergebnis vor den Augen der ganzen Klasse zu bekommen bedeutet eine soziale Stigmatisierung und gesellschaftliche Abwertung.

Gleichfalls ist eine Testung der Kinder in isolierter Umgebung ohne Anwesenheit der Vertrauensperson eine unzumutbare und nicht zu duldende psychische Belastung für die Kinder.

4) Die LehrerInnen haben eine umfassende Verantwortung für das körperliche und seelische Wohl der ihnen von den Eltern anvertrauten Kinder. LehrerInnen sind nicht ausgebildet, solche medizinischen Eingriffe vorzunehmen. Wie könnten sie die Verantwortung für die körperliche und seelische Unversehrtheit der Kinder übernehmen? Das wollen wir ihnen nicht zumuten und sie auch vor rechtlichen Folgen schützen.

5) Kinder sollen sich unter Lehrer-Aufsicht selbst testen. Wer kann garantieren, dass kein einziges Kind die nervenaufreibende Prozedur übersteht, ohne sich selbst zu verletzen? Es wird regelmäßig davor gewarnt, dass Kinder ihre Ohren mit Wattestäbchen säubern. Das soll in der Nase unbedenklicher sein?

6) Erfahrungen mit Nasenabstrichen zeigen, dass ein mehrmaliges tiefes Einführen eines Wattestäbchens pro Woche zu schweren Reizungen der Nasenschleimhaut, Nasenbluten und Schlimmerem führen kann. Keine Behörde darf unsere Kinder gefährden oder schädigen.

7) Kinder sollen im Falle eines positiven Tests sofort isoliert werden. Wohin werden sie gebracht?

Hat die Schule ausreichend Personal, um den verängstigten Kindern durch persönliche Betreuung Beistand zu leisten?

8) Isolierte Kinder müssten sofort von ihren Eltern abgeholt werden. Was geschieht, wenn die Eltern verhindert sind?

9) Wie müssten die LehrerInnen vorgehen, wenn ein Kind verängstigt ist und sich weigert, sich selbst zu testen? Physische ‚Nachhilfe‘ wäre höchst gefährlich und scheidet als Option aus. Erhöhung des seelischen Drucks, bis das Kind nachgibt? Hört man bei Tränen auf, oder geht das dann weiter?

10) Die Kinder haben Anspruch auf einen Schutzraum. Es ist nicht zu verhindern, dass die Ergebnisse der Schulgemeinschaft bekannt werden. Das Erfahren des Ergebnisses live vor aller Augen könnte für das Kind eine Traumatisierung zur Folge haben. Wie würde wohl von solch einem Kind der nächste Schnell-Test vor der gesamten Klasse erlebt werden, wenn es zum ersten Mal aus der Quarantäne zurück wäre?

11) Müsste die gesamte Klasse nach einem Positiv-Ergebnis in Quarantäne und auch noch die Lehrkraft? Schon bei der bisherigen Praxis wurden Lehrer und ganze Klassen durch Quarantäne wegen bloßen Verdachts-Fällen ohne Symptome wochenlang vom Präsenzunterricht ausgeschlossen und unter Hausarrest gestellt.

Wenn die Testungen nun dramatisch erhöht würden, wäre noch mehr Quarantäne unvermeidlich, schon wegen der falsch-positiven Ergebnisse.

12) Wie steht es um die Lehrer?  Sollen auch sie ihre Privatsphäre aufgeben und sich öffentlich testen?

Die Staatsregierung missachtet mit ihrer Anordnung gleichzeitig ein ganzes Bündel von Rechtsvorschriften und stellt sich damit selbst außerhalb des Rechts.

Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention besagt:

Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleich viel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.

Bundesgesetz seit 1992, vorbehaltlos gültig seit 2010.

Das Wohl der Kinder und Jugendlichen muss also gerade im schulischen Bereich ein vorrangiger Aspekt sein. Homeschooling ist kein adäquater Ersatz für Präsenz-Unterrricht. Der Ausschluss bei fehlendem Test vom Schulgeschehen ist in der gegenwärtigen Situation‘ nicht gerechtfertigt. Bereits jetzt, nach einem Jahr zeigen Kinder und Jugendliche enorme Schädigungen durch die Massnahmen. Triage ist in den Kinder-Psychiatrien an der Tagesordnung. 

Jeder sechste Jugendliche hat laut Meldungen in den Medien Gedanken an Selbstmord. (https://kurier.at/wissen/gesundheit/gut-jeder-sechste-jugendliche-hat-in-der-pandemie-selbstmord-gedanken/401204896)

Wir fordern daher mit Nachdruck, dass alles dafür getan wird, allen Kindern und Jugendlichen wieder den Präsenzunterricht unter angemessenen Bedingungen zum Wohle der Kinder zu ermöglichen. Selbstverständlich sind wir dialogbereit und unterstützen unsere Schule in solchen Bestrebungen nach Kräften.

Anhang:

Alle Menschen, die Massnahmen der Regierung hinterfragen oder eine Abwägung positiver mit negativen Auswirkungen einfordern laufen Gefahr, als egoistisch und unverantwortlich bezeichnet zu werden. Wir sind aber in keiner Weise unverantwortlich. Wir Unterzeichner möchten nicht zu einer Spaltung der Schulgemeinschaft beitragen, im Gegenteil. Was wir möchten ist einzig und allein, Schaden von unseren Kindern abzuwenden. Ein Testen durch die Lehrer würde auch diese in Gewissenskonflikte bringen. Egal, wo jemand steht – Angst vor dem Virus, Angst vor der Zukunft, Angst vor den Massnahmen – unsere Kinder stehen im Vordergrund. Wenn wir dies stets im Auge behalten werden wir einen Weg in unserer Schulgemeinschaft finden. Wir möchten mit dem Vorstand, den Lehrerinnen und Lehrern, dem Schulpersonal und weiteren Eltern in Dialog treten.

Natürlich liegt uns auch die Gesundheit der Lehrer am Herzen! Mit folgenden wichtigen Studien möchten wir aufzeigen, dass das Wohl der Kinder nicht im Gegensatz zum Wohl der Lehrer steht und dass Schnelltests durchaus auch Gefahren für die Gesundheit der Kinder bedeuten:

1.) Die Selbsttests enthalten gefährliche Substanzen, so dass eine Anwendung bei Kindern (insbesondere bei jüngeren) als kontraindiziert angesehen werden muss.

Frage: wer trägt die Verantwortung für Einatmen oder z.B. Augen/-Hautkontakt der Kinder mit den Reagenzien? Überhaupt nicht auszudenken ist, was passiert, wenn die Kinder die Teststäbchen aus Neugier in den Mund nehmen. Wie wird ein ausreichender Schutz der Kinder sichergestellt?

Hier z.B. aus der beiliegenden Fachinformation von Roche:

“Warnung:H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.H319 Verursacht schwere Augenreizung.H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.Prävention:P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.P280 Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.Reaktion:P333 + P313 Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.P337 + P313 Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.P362 + P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum: Enthält einen besonders besorgnis-erregenden Stoff (SVHC): Octyl-/Nonylphenolethoxylate. Nur zur Verwendung als Teil einer IVD-Methode und unter kontrollierten Bedingungen – gem. Art. 56.3 und 3.23 der REACH-Verordnung.”

2.) Die Kinder sind keine Pandemie-Treiber, das Infektionsgeschehen an den Schulen ist marginal.

Siehe https://www.aerzteblatt.de/archiv/217182/COVID-19-in-Schulen-Keine-Pandemie-Treiber

Die „Ärztezeitung“ weist in diesem Artikel darauf hin, was Forscher des Robert Koch-Instituts auf Basis von Daten zu COVID-19 bei Schülern und Schülerinnen (SuS) folgern. Die Inzidenzen würden in jüngeren Altersgruppen – bis etwa 15 Jahre – erst dann steigen, wenn sie schon mehrere Wochen bei den jüngeren Erwachsenen erhöht waren.

3.) Eine Untersuchung der Uni München kommt zu folgendem Schluss:

„Infektionen unter Schulkindern zeigen keinen Zusammenhang mit den Infektionszahlen in anderen Altersgruppen. (…) Es zeigt sich also, dass im Zeitraum Mitte November bis Mitte Dezember hohe Inzidenzzahlen bei der älteren Bevölkerung nicht in Zusammenhang mit vorhergehenden hohe Inzidenzzahlen bei Schüler*innen stehen. (…) Wir können also festhalten, dass der Einfluss der Inzidenzzahlen bei den Kindern und Jugendlichen auf die Inzidenzzahlen der anderen Altersgruppen zu Zeiten von Präsenzunterricht (Abbildung 1.1. oben) praktisch gleich zu ‚Homeschooling Zeiten‘ ist.“

https://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/pdfs/codag_bericht_10.pdf

4.) Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) schreibt am 01.04.2021:

Sehr viel aussagekräftiger als die so errechneten Inzidenzzahlen sind daher die Positivitätsraten im Verhältnis zu den Testzahlen. Die Positivitätsrate spiegelt den Anteil infizierter Personen in einer Bevölkerungsgruppe wider. Bei einer überproportionalen Zunahme der Infektionen bei Kindern würde sie daher steigen. Die Positivitätsrate bei den 0- bis 4-Jährigen ist aber im Vergleich der Kalenderwochen 6 und 12 von 6,4 % auf 6,15 %, bei den 5- bis 14-Jährigen von 9,6 % auf 8,9 % abgesunken. Die Frage, ob Kinder zum jetzigen Zeitpunkt überproportional am COVID19-Infektionsgeschehen beitragen, kann daher mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Ein überproportionaler Beitrag der Altersgruppe der Kinder zur Pandemieausbreitung wäre ein nachvollziehbares Argument für Kita-/Schulschließungen allerdings mit den bekannten Folgen der Einschränkungen zum Bildungszugang und Teilhabe der jungen Generation am gesellschaftlichen Dasein und z.T. erheblichen psychosomatischen und auch psychischen Beeinträchtigungen. (…) Daher müssen die zur Verfügung stehenden Zahlen zum Infektionsgeschehen mit der gebotenen Sorgfalt interpretiert und die richtigen Schlüsse daraus gefolgert werden.

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