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„Zündeln in kalten Zeiten“ – Kommentar

Seit einigen Tagen hat sich etwas verändert. Ja, es ist Krieg. Doch hat dieser Krieg mit dem zu kritisierenden Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine begonnen? 

Ich denke man kann diese Frage ganz klar verneinen. Seit acht Jahren wird im östlichen Teil der Ukraine, eine unabhängige Region im Donezbecken – Donbass und Luhansk – aus der Ukraine selbst heraus beschossen, Opfer gibt es fast täglich. Menschen werden verschleppt und gefoltert, es gibt Morde und weitere Gräueltaten an der Bevölkerung, die sich eher Russland als dem Westen zugehörig fühlt. 

In der Ukraine gehen seit 2014 seltsame Dinge vor sich, immer wieder ominöse Geschäfte und Besuche zwielichtiger Figuren, wie z. B.die von Hunter Biden, Umtriebe rechter Gruppierungen – mich erinnert das an die Geschichten aus Cuba vor 1959, als Cuba vor der Revolution, Bordell und Spielcasino der reichen Amerikaner war.

Nun wo Russland über das Donezbecken weiter in die Ukraine einmarschiert ist, kann man sagen, dass die zum Dialog auf Augenhöhe, ausgestreckte Hand Russlands, über Jahre, immer wieder aus-geschlagen wurde. Der Westen und das ist vor allem Amerika mit Deutschland im Schlepptau, als jenem Land, welches die drei hier erwähnten, eher unheilvoll seit einhundert Jahren verbindet, hat Russland, statt zu besänftigen, geradezu immerfort angestichelt und provoziert. Unzähligen Bienenstichen gleich, die einen Bären in Rage bringen. Brüllt der Bär, zerschlägt er die Bienenkasten, ruft man, er müsse flugs erschossen werden. Er sei ja ein wildgewordener Bär. Und ja, man ließ keine Gelegenheit aus, Russland zu diskreditieren und alte Ängste zu bedienen.

Amerika sehe ich in einhundert Jahren gemeinsamer Geschichte als lachenden Dritten. Es erinnert mich an jene Jungen, die das Fahrrad eines Kameraden platt stechen und ihm, der zu Fuß nach Hause gehen muss, inzwischen daheim seinen Kühlschrank leeren, oder jene, die heimlich einem Hund eine Fackel an den Schwanz binden und den Hund, der durchdreht und rennt und beißt, der Polizei als Gefahr melden. Ja er müsse in den Zwinger, um die Gesellschaft vor dem verrückten Hund zu schützen. 

Ja die feine Gesellschaft. Jene Macht, die seit Jahrzehnten und teils völkerrechtswidrig in andere Länder einmarschiert und für hunderttausende von Toten gesorgt hat.

Ich habe kaum einen Aufschrei gehört all die Jahre. Serbien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Jemen. Wo blieben die Sanktionen wider ein Land das so herrisch, weltweit Tod und Vernichtung bringt. Keine öffentlichen Sanktionen im Sport. Keine amerikanische Olympia Eiskunstläuferin, die noch im Jugendalter, über Tage in der Presse niedergemacht wird, bis sie nicht mehr vierfache Pirouetten, sondern schlicht durch-dreht und nach dem Sprung auf dem harten Eis aufschlägt, wie ein Falter, dem die Flügel zerissen wurden. Und die ostdeutsche Katarina Witt als Moderatorin weint mit ihr.

Die USA, eine Weltmacht, die sich seit über siebzig Jahren herrisch in Eurasien bewegt, wie ein Familienvater im Urlaub auf Malle. Was Waren, Waffen und lifestyle weltweit verteilt, wie candies und Schokolade im Deutschland des Jahres 45. Und dieses Deutschland? Ja, selbstverständlich steht die deutsche Regierung heute als Europäer, an der Seite der Amerikaner und wirft im Namen der Demokratie täglich neue Zünder, ins ausgebrochene Feuer, mitten in Eurasien. 

Deutschland, was in seiner Geschichte für die 6 Millionen ermordeter Juden gesorgt hat, hat auch 14 Millionen ermordete russische Zivilisten und etwa 13 Millionen tote sowjetische Soldaten zu verantworten. Diese Zahlen hört man allerdings selten öffentlich. Und wenn man schon die Zahlen ansieht: Hier muss man auch die 407.000 toten US Soldaten des zweiten Weltkriegs benennen.

Ich nenne hier nochmal daneben die 27 Millionen toten Russen. Tote US Zivilisten gab es nicht. Wie es diese bei alle den folgenden Kriegen der US Army fern der Heimat, eher nicht gab. Ganz im Gegenteil zu den angegriffenen Ländern. Aus meiner Sicht dürfen die russischen Opfer niemals vergessen werden. Insbesondere wo die deutsche Wehrmacht drei elend lange Jahre, die Bevölkerung Sankt Petersburgs – damals Leningrad – ausgehungert hat, sollte deutschen Spitzenpolitikern der Begriff „Sanktionen der Lebensmittel“ – zumindest nach meinem Geschmack – deutlich zurückhaltender über die Lippen gehen.

Ja warum stellt sich gerade Deutschland so laut in die erste Reihe der Ankläger? Ja sicher, ich weiß dass das historische Gründe hat und manche sagen, wir könnten gar nicht frei agieren, seien eine Art Vasall oder besetztes Land. Wenn ich sehe, wo die uns regierenden Politiker ihre Ausbildung und Schliff erhalten haben, so ist das mit der Transatlantikbrücke eher Washington, als Moskau. Die USA, die seit einhundert Jahren nicht nur hinter den Kulissen die Strippen ziehen und Gelder und Waffen mal hierhin, mal dorthin schieben und eher die Provokation instrumentalisieren, als selbst sichtbar zu agieren, haben sich vor einhundert Jahren den Zugang nach Eurasien gesichert und werden von hier freiwillig nicht mehr gehen.

Dass sie nun sogar in der Ukraine mehr und mehr Präsenz zeigten, war offenbar etwas zu viel des nur vermeintlich Guten. Denn einen guten Ruf haben Bio Labore in jüngster Zeit nicht. Da muss man gar nicht bis nach Wuhan schauen.

Mir fällt auf, dass fast alles was Deutschland an Strafmaßnahmen beschließt, vor allem dem eigenen Land schadet. Einer Autoagression gleich, nehmen wir uns nicht allein – wie bereits in den letzten Jahren begonnen – unsere eigene Energieversorgung, nein, wir lehnen nun auch eine bereits installierte Gaspipeline ab, weil sie aus Russland kommt. Und das muss Strafe spüren.

Wo führt uns das hin? Zu noch mehr Abhängigkeit von amerikanischem Gas, was teurer und durch fracking Umwelt belastender ist. Und das wo Deutschland bereits mit den höchsten Energiepreisen aufwartet. Nebenbei bemerkt hat Antony Blinken verlauten lassen, dass die USA weiterhin russisches Öl und Gas beziehen werden, weil man das eigene Land nicht schädigen wolle. Wir sperren dann den vergleichsweise kleinen deutschen Luftraum für russische Flugzeuge – wohl wissend, was es für eine Katastrophe bedeutet, wenn deutsche Flugzeuge auf ihrem Weg nach Seoul, Hongkong oder Singapore, Russland umfliegen müssen. Der Kanzler Scholz, selbst im Fadenkreuz juristischer Aufarbeitung eines Finanzskandals um Millionen, gibt 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung der Bundeswehr frei.

Und heute kündigt die deutsche Regierung die Gabe von 500 Stinger Raketen und 1000 Panzerabwehrraketen an die Ukraine an. So wie sie auch den Saudis all die Jahre Waffen gibt, die gegen den Jemen und seine Bevölkerung eingesetzt werden. All das soll ja dem Frieden dienen. Der Demokratie. Und im Falle Russlands nun einen „Wahnsinnigen“ stoppen. Wir sehen seit acht Jahren Sanktionen gegen Russland, die eher der deutschen Wirtschaft als Russland selbst schaden und diese überhaupt nicht dazu bringen, die Krim zu verlassen. Der Effekt ist grob gesagt, dass Russland sich China zugewandt hat und von dort notwendige Waren bezieht. Deutschland nimmt – wie man es dem Skorpion nachsagt – die eigene Beschädigung hin, sich gleichsam selbst zerfleischend, um Russland zu einem Verhalten zu zwingen, dass diesem Russland selbst – durch die Einengung seines freien Lebensraumes – unmöglich gemacht wurde.

Ich denke wir hatten das schon einmal. Und auch damals sah jemand – quasi von außen – zu. Und finanzierte hier wie dort. Ja sicher, es geht auch darum, wie wir in Zukunft leben wollen. Das was wir heute Demokratie nennen, kommt inzwischen als inhaltsleere Silhouette daher, die mich manchmal an den Lord Valdemort erinnert. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren erleben müssen, wie leicht man eine vermeintliche Demokratie, hin zu einem autoritären Regime wandeln kann, was Ausgangssperren und radikale Maßnahmen auch auf dem Rücken von Kindern und Alten umsetzt, gleich ob diese Schritte irgendeinen Erfolg zeigen oder nicht. Und wenn Tausende von Menschen daraufhin friedlich auf die Straße gehen, um auf Mißstände hinzuweisen, so werden sie nicht selten niedergeknüppelt oder mit unverhältnismäßigen Bußgeldbescheiden überzogen. Ganz im Gegenteil zu den Großdemonstrationen heute gegen „Putin und seinen Krieg“, oder das „Klima“.

Ja, all das mag richtig und wichtig sein, doch wie selektiv, fragil und unberechenbar der Raum für Demokratie geworden ist, zeigt das Unverhältnis im Umgang damit, deutlich auf. Heute scheint jeder ein Moralist sein zu müssen und wichtig ist vor allem, zu wissen, dass man auf dem einzig möglichen und zugewiesen korrekten Fleck steht, um nicht diskreditiert oder verunglimpft zu werden. Wichtiger als Kontroverse, ist unisono „Wir sind mehr!“ zu schreien, was mich vor allem in jüngster Zeit, immer wieder unangenehm an den Berliner Sportpalast im Februar 1943 erinnert, wo eben auch unisono und total geschrien wurde.

Einem russischen Fernsehsender wie RT, werden in Deutschland kurzerhand die Senderechte entzogen, man kritisiert Einseitigkeit in de Darstellung. Freie Meinungsäußerung im Jahr 2022 in Deutschland. Auf Einseitigkeit ist allerdings Dank Löschungsorgien  in den eigenen Medien durchaus Verlass. Youtube und Co zensieren seit zwei Jahren alles, was das vorgeformte Denken hinterfragt oder Staatsbeschlüsse kritisiert. Das frei Sagbare ist äußerst eng geschnürt worden und sogar die schöne deutsche Sprache selbst, holpert neuerdings pseudo gender korrekt verkorkst, in künstlichen Schluckpausen daher, in stotternden ten-den-den oder der inzidenzverdächtigen Sternchen innen. Während wir unter Masken Silben haspeln und stottern, gibt es einen ganz erstaunlichen Überbau, der all dies zelebriert und dem es Freude macht, denn: All die großen Köpfe, ob ein Biden, ein Trump, ein Putin oder eine Merkel, bzw. möchte sagen, ihre uns verbleibenden Zöglinge, sie alle wurden und werden vom WEF ausgebildet und folgen einem gemeinsamen Ziel: Eine Welt, eine Regierung, die absolute Kontrolle der ehemals freien Menschen, durch Erfassung und Digitalisierung und die Katalogisierung.

Denken Sie nun etwa an DSGVO, die Datenschutz – Grundverordnung? Die ist nur für uns hier unten. Da ist kein Vertun und je größer die heute erfolgten martialischen Schritte, ich spreche von Krieg, Inflation und Blackout, desto früher und schneller kommt dieses neue Zeitalter. Eines, welches mich in seiner Struktur an den Totalitarismus erinnert, der große Teile der Welt lange Jahrzehnte am freien Leben hinderte. 

Warum will man unsere Steuer ID mit dem Impfstatus koppeln? Warum verteilt Bill Gates mit seiner Stiftung weltweit so großzügig Spenden in Millionenhöhe an Medienanstalten, wie an vermeintlich freie Institutionen, wie die WHO? Warum forscht Elon Musk an Chips namens Neuralink, die Menschen ins Gehirn eingepflanzt werden sollen? Warum schießt dieser Musk, ohne dass Menschen intervenieren können, tausende von Satelliten namens Starlink ins All, die Internet an jeden Meter auf der Erde bringen werden? 

Ach ja, zurück auf die Erde, wie kam eigentlich Herr Wladimir Uljanow alias Lenin im April 1917 in Zürich in den Zugwagon, der ihn auf direktem Weg, mitten im Krieg, ohne Kontrollen durch das ganze deutsche Reich hindurch, über Skandinavien nach Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg brachte? Was hatte es mit Woodrow Wilson und diesem Wladimir Iljitsch Lenin als vermeintlichem Gegenspieler damals auf sich? Was war die Folge davon? Warum erinnert mich das heute – an das damals? Und wer ging seinerzeit als großer Verlierer aus alledem hervor?! 
Der NATO Gründungssatz von General Lord Ismay lautete 1948: „Keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down“ 


Es ist doch allerhöchste Zeit dieses immerzu ähnliche Treiben zu beenden. Den giftigen Stachel herauszuziehen und als freie Menschen miteinander im Dialog zu leben und ehrlichen, freien Handel zu treiben. Wir als freie Menschen wollen auch in Zukunft selbstbestimmt leben, digitale wie sonstige Überwachung und die betriebene Spaltung beenden und gegen die extreme Ausbeutung angehen. Es gibt Nahrung und genug Rohstoffe für jedermann, als Basis für ein würdiges Leben von Mensch, allen Lebewesen und der Natur auf dieser Erde. Beginnen wir das Leben in Freiheit, in Würde und in der Achtung des Anderen. Beenden wir das Kriegstreiben. Sagen wir laut und ohne Furcht, dass wir die heimtückischen Pläne verstanden haben. Und dass wir sie ablehnen.  Das wäre doch ein Anfang. 

Beitragsbild: Frieden am Mülleimer © Thomas Stimmel (Bildarchiv Frische Sicht)


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