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Wilde Ilse schreibt nix zu Mobbing gegen russische Katzen

Moin Leute, ich grüße Euch wieder. Ich hatte doch beim letzten Mal erzählt, dass ich mir eine russische Rassekatze gekauft hatte. Es ist ganz furchtbar, was dann passiert ist, denn Irina, so heißt sie, wird massiv gemobbt. Die ganze Geschichte:

Zur Erinnerung: Da russische Rassekatzen nicht mehr an Katzenshows teilnehmen dürfen, hatte ich mir vorletzte Woche extra eine angeschafft. Hier könnt ihr sehen, wie sie aussieht, zumindest ungefähr, denn dieses Bild stammt von Pixabay. 

Süß, oder? Sie ist ein liebes und kluges Tier, das zwei Drittel seiner Zeit verschläft und den Rest der Zeit die Mäuse in meinem Garten fängt. Man könnte meinen, dass sie mit ihrem Katzencharme jeden Menschen um den Finger wickelt. Leider nein.

Unabhängig von der Tatsache, dass sie nicht auf Katzenshows auftreten darf, wird Irina nun gemobbt, und zwar von meiner psychisch gestörten grenzdebilen 70jährigen Nachbarin Meike. Bei der ist das nämlich so: Wer mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie, der ist ihr Feind und muss bekriegt werden – auch wenn es eine hübsche harmlose Katze ist. 

Es fing zunächst damit an, dass sie auf dieses „russische Katzenpack“ geschimpft hat. Ich solle dafür sorgen, dass sie nicht zu ihr in den Garten geht. Erzähl das mal einer Katze. Die geht, mir ähnlich, wohin sie will. Daraufhin hat sich Mobbing-Meike an alle Bewohner unserer Straße gewandt, hat überall geklingelt und Handzettel verteilt, auf denen es hieß, ich sei ein „Putin-Lover“ und würde „pro-russische Katzenpropaganda“ betreiben. So sei Irina zu einem „kriegerischen, die armen heimischen Vögel tötenden russischen Monster“ geworden. 

„Ich sag da nix zu“, habe ich mir gedacht, doch dann tauchten bei mir auf einmal zwei Damen vom Ordnungsamt auf: „Uns wurde zugetragen, dass Sie im Besitz einer russischen Killer-Katze sind!“. Was war passiert: Die wie beschriebenaufgehetzte Nachbarschaft hatte Irina bei den Behörden denunziert und behauptet, sie hätte sämtliche Singvögel in der Nachbarschaft ausgerottet. Mein Einwand, dass der Singvogelschwund vielleicht an den maus-, stein, und aschgrauen Zäunen und Steingärten liegen könnte, in denen weder Pflanze noch Tier Nahrung finden würden, wurde mit einem Hinweis auf „Sie können ja gerne vor Gericht ziehen“ vom Tisch gewischt. 

Als dann meine Nachbarin unvermittelt gedroht hat: „Schaff das Biest weg, sonst erledige ich das selbst und zwar auf meine Weise“, bin ich noch am selben Tag zur Bürgermeisterin gegangen und habe sie davon unterrichtet, dass man laut Gesetz eine Fürsorgepflicht gegenüber Tieren habe und die Politik deshalb in der Verantwortung stünde, Mobbing gegen russische Katzen zu verhindern. 

„Wenn es eine ukrainische Katze wäre, dann wäre da einiges machbar“, war ihre Antwort. Aber so. Leider nein, angeblich seien ihr da die Hände gebunden. 

Ich sag da nix zu. Heißt das vielleicht, dass wir jetzt keinen russischen Borschtsch mehr essen dürfen, sondern nur noch ukrainischen? 

Das Ganze hat mich allerdings auf eine Idee gebracht in Bezug auf meine russische Mütze, die ja vom Ordnungsamt konfisziert wurde, ihr erinnert Euch vielleicht. Doch dazu dann nächste Woche. Schönes Wochenende, Eure Ilse. 

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