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Wilde Ilse sagt nix zu bundesverfassungsrechtlicher Impfpflicht-Bruchlandung

Last updated on 20. Mai 2022

Moin Leute, ich grüße Euch wieder. Ich hoffe, die allgemeine Großwetterlage in der letzten Woche hat Euch kein Leid zugefügt.

Unwetter allenthalben – das trifft auch im Großen und Ganzen auf die politische Großwetterlage zu. Da wünscht man sich schon fast, dass da mal ein Tornado durch die politische Riege fegt oder dass es einigen Medienhäusern mal das gedankliche Dach abträgt, damit da mal gründlich durchgelüftet wird. Vielleicht sortiert sich dann etwas neu und der Nebel in den Hirnen schwindet.

Denn was müssen meine alten Augen am Donnerstag in dieser Woche in der Tagesschau online lesen? Das Bundesverfassungsgericht hat doch tatsächlich die sogenannte „einrichtungsbezogene Teil-Impfpflicht“ als verfassungskonform erklärt. Ich sag dazu nix. Denn wem soll da mal wieder geholfen werden? Richtig, denjenigen, für die man sich politisch und medial noch nie ernsthaft interessiert hat: Alten und Kranken.

Es ist zwar überhaupt nicht nachgewiesen, dass die Impfung hilft, denn auch wenn es tausendfach wiederholt wird, steigt mit der Wiederholung nicht zwingend der Wahrheitsgehalt. Der Schutz von Alten und Kranken übersteigt laut Bundesverfassungsgericht also das Recht auf körperliche Unversehrtheit derjenigen, die mit Alten und Kranken in Krankenhäusern, Arztpraxen oder Pflegeheimen umgehen. Wer sich nicht impfen lassen möchte, wird durch Bußgelder gezwungen oder verliert dann eben gleich seinen Job.

Dass ich das mal angemerkt habe: Ich bin 72 Jahre alt, aber ich möchte nicht, dass meinetwegen jemand sein Recht auf körperliche Unversehrtheit verliert. Mich haben die nicht gefragt, ob ich überhaupt diese „Hilfe“ und den „Schutz“ will. So ernst, dass man sie nach ihren Wünschen und Bedürfnissen fragt, nimmt man die Alten und Kranken ganz offensichtlich doch nicht.

Das Problem ist, und da kommt man auch drauf, wenn man sich nicht den ganzen Tag mit politischen Ablenkungsmanövern beschäftigt, dass viele Teile ein Ganzes ergeben.

Leute, ihr habt doch Bruchrechnung in der Schule gehabt. Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland arbeiten? Bis 2019 lag der Anteil der Erwerbstätigen bei gut 54 Prozent. Diese schöne Zahl wird sich nach den diversen chronifizierten Krisen mit Sicherheit nach unten entwickeln. Welche Berufsgruppe nimmt die zweitstärkste Position auf dem Arbeitsmarkt ein? Richtig, medizinische Gesundheitsberufe. Einen Großteil der Erwerbstätigen hat man also zur Impfung verdonnert und sie mit Angst vor dem Jobverlust unter Druck gesetzt. Ganz verfassungskonform angeblich. Wegen der Alten und Kranken. Die man nicht gefragt hat.

Der ursprüngliche Wächter über das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgericht, erweist sich als wahrer Bruchpilot und rammt im Sturzflug das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit mit der Spitze zuerst in den Boden.

Entschuldigt bitte den folgenden Sendung-mit-der-Maus-Tonfall, aber: Wenn man eine Impfplicht im zweitgrößten Berufsfeld in Deutschland für konform erklärt, dann stellt sich doch die Frage: Wer muss als nächstes geschützt werden? Wie wäre es mit Kindern? Die muss man ja ohnehin nicht fragen. Das Berufsfeld Erziehung und hauswirtschaftliche Berufe macht außerdem keinen geringen Prozentsatz aus. Die Lehrer wären dann auch in der Pflicht und man hätte bei vielen Menschen ruckzuck wieder ein paar verfassungskonforme Impf-Pflichten vorgeschützt.

Leute, ich sag da nix zu, aber wenn Euch einer beschützen will, den Ihr nicht um Hilfe gebeten habt und der Euch auch nicht fragt: „Kann ich helfen, und wenn ja wie?“ dann wird es allerhöchste Eisenbahn, „Stopp!“ zu sagen. Warum? Es gehört sich nicht, es ist übergriffig und toxisch, also ungesund. Bei der Impf-Pflicht in Teilen ist es ähnlich. Es vergiftet das Recht auf körperliche Unversehrtheit und kann die gesamte Existenz zerstören.

Auch wenn man etwas in kleine Teile häckselt, heißt das nicht automatisch, dass es weniger gefährlich und giftig ist. Batrachotoxin, das Pfeilgift der Indianer beispielsweise ist schon in allerkleinsten Mengen tödlich. Ich habe mich wegen meines Ex-Gatten Ludger mal damit beschäftigt. Der will mich auch ständig ungefragt mit seiner Hilfe beglücken.

Dass mir da bis nächsten Samstag aber keiner auf giftige Ideen kommt! In dem Sinne wünsche ich Euch ein friedliches und lebensfrohes Wochenende, Eure Ilse


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