Wiederholt sich Geschichte? Warum ein Vergleich von 1933 mit heute unvermeidbar ist

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Menschen, die darauf hinweisen, dass wir aktuell in Richtung einer Diktatur steuern, die mit dem 3. Reich vergleichbar ist, werden sehr schnell als Verharmloser der NAZI-Zeit diskreditiert. Dabei ist der Vergleich nicht so weit her geholt. Die Parallelen sind schwer zu übersehen – wenn man die Augen nicht verschließt.

Scharfe Kritik hat Ursachen

Manche finden es schlimm, wenn ich die jetzige Zeit mit der der NAZIs vergleiche und in Diskussionen von „verhinderten KZ-Aufsehern“ spreche. Das kann ich verstehen. aber es gibt ein paar Dinge, die ich schlimmer finde.

  1. Bei einer Zugfahrt von Mitreisenden (Kategorie guter Untertan) zu hören: wer keine Maske tragen kann, soll halt nicht öffentlich fahren.
  2. Von einem freundlichen Polizisten im Berliner Mauerpark zu hören: wer keine Maske tragen kann, darf halt nicht mehr auf Demo gehen.
  3. Von einem Physiotherapeuten zu hören, dass er mich nicht behandelt, weil ich auf Demo sgehe (und das ohne Corona-Angst, er behandelt ohne Maske).
  4. Von einer Freundin zu hören, dass sie beim Arbeitgeber denunziert und dann entlassen wurde, weil sie sich auf Facebook kritisch über Corona äußert.
  5. Von einer anderen Freundin zu hören, dass ihr Sohn bei über 30 Grad mit Maske DRAUSSEN Basketball spielt.
  6. Von einer Schule ein Mail zu sehen, wo einem Kind ohne Maske Schulverbot erteilt wird.
  7. Von einem Arzt zu hören, dass ihm die Approbation entzogen werden soll, weil er sich kritisch gegen Corona äußert.
  8. Von Aktivisten zu erfahren, dass ihnen die Bankkonten bei der Deutschen Bank gekündigt werden – mindestens 4 Fälle bekannter Coronakritiker.
  9. Von einer 3D-und-Facebookfreundin zu erfahren, dass sie sich nicht traut, bei mir zu kommentieren oder zu liken, weil sie Angst um ihren Job und vor dem Mobbing von Bekannten hat.
  10. Auf einer absolut friedlichen Demo eingekesselt und trotz Gerichtsentscheid an der Demo gehindert zu werden.
  11. Bilder von schwangeren Frauen zu sehen, auf die ohne Grund eingeprügelt wird.
  12. Zu hören, dass Facebook-Kontakten von mir mit Kindsentnahme gedroht wurde.
  13. Von Journalisten zu lesen, die nach dem ersten Corona-kritischen Kommentar in einer Zeitung entlassen werden.
  14. Zu lesen, dass in einer Schule in Mecklenburg corona-negativ-getestete einen grünen Punkt tragen sollen.
  15. Zu lesen, dass Maskenbefreite eine Armbinde tragen sollen.
  16. zu lesen, dass Menschen in die Psychatrie kommen, die sich den Maßnahmen widersetzen
  17. In nahezu allen Mainstream-Medien zu lesen, dass Antisemiten und Nazis gegen Corona demonstrieren

1933 reloaded – Wer schweigt, stimmt zu – damals wie heute

Was viele leider übersehen: Das 1000-jährige Reich hat nicht mit Ausschwitz und dem 2. Weltkrieg begonnen.

Es begann mit dem dem Epidemiegesetz – pardon Ermächtigungsgesetz.
Es begann mit der Zerstörung der schwachen rechtsstaatlichen Strukturen.
Es begann mit gnadenloser Propaganda gegen Juden und Kommunisten, dann Sozialisten – also Andersdenkender.
Es begann mit der Zerstörung freier medialer Berichterstattung.
Es begann mit der Trennung von Familien – bei unterschiedlicher Religion.
Es begann mit Schulverbot für jüdische Kinder.
Es begann mit dem gelben Stern.
Es begann mit der Bedrohung, Angstmache und Hetze.
Es begann mit Denunziantentum und der Masse der Mitläufer.

Wo es endete, wissen wir alle.

Wer jetzt wegschaut, wer schweigt, stimmt – wieder – zu.

Darum ist jetzt Widerstand in jeder möglichen Form notwendig, immer im Rahmen der eigenen Möglichkeiten – für die Kinder, Enkel und für das Gesicht im Spiegel. Denn die Frage „Warum hast du damals nichts getan?“ darf so nicht wieder gestellt werden müssen.

Es liegt an jedem Einzelnen!


Der Beitrag erschien zuerst am 30.9.2020 in der Neuen Rheinischen Zeitung

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<pclass="p1">Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alternative Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin. Zuletzt erschien von ihr „Wir sind Frieden“ sowie das "Selbstversorgerbuch für die Küche von Oma & Co"

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