Veronika Stross “Aufstehen für Kultur”

Interview mit der freischaffenden Musikerin und Organisatorin der Demonstration “Aufstehen für Kultur” am Münchner Königsplatz. Wir sprachen über die Demonstration vom 24.10.2020, sowie über die existenziellen Probleme für Kunst- und Kulturschaffende, welche durch die eingeführten Infektionsmaßnahmen immer dramatischere Ausmaße annehmen, zumal eine Entspannung der Situation nicht absehbar sein kann. Weiteres Thema war die Wichtigkeit von Kunst und Kultur in krisenhaften Zeiten, sowie die neuen, nicht nachvollziehbaren Restriktionen seitens der politischen Entscheidungsträger, welche die erfolgreiche Umsetzung der Hygienemaßnahmen seitens der Kulturveranstalter nicht berücksichtigen.

Weitere Informationen zu Aufstehen für Kultur:

https://aufstehenfuerkultur.de/

Das Gespräch wurde am 30.10.2020 aufgezeichnet

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Thomas Stimmel, Jahrgang 1985 ist international tätiger klassischer Sänger, Kunstfotograf, Journalist und Publizist. Als Sohn eines afroamerikanischen GI´s und einer deutschen Mutter, wuchs er in einem kleinen oberbayerischen Dorf mit Mutter und Großmutter auf.
Aufgrund der für die damalige Zeit noch recht ungewöhnlichen familiären Umstände, war das bewusste Hinterfragen der gängigen gesellschaftlichen Denk -und Handelsmuster wichtiger Bestandteil der eigenen Lebenswirklichkeit.
Nach Beendigung eines klassischen Gesangsstudiums in München und Berlin, folgten internationale Engagements, die Stimmel Einblicke in unterschiedlichste Länder boten. Schon früh waren auf diesen Reisen eine Kamera und Notizbuch nicht mehr wegzudenken. Gespräche mit Menschen vor Ort, der Austausch mit Botschaftsangestellten (hier waren besonders Reisen nach Pakistan und Äthiopien prägend) nährten den Wunsch, diese Erlebnisse in Reportagen bzw. journalisitsch zu verarbeiten.
Es folgte die Gründung eines eigenen Musiklabels und Verlags ars vobiscum, um hochwertige musikalische und „druckbare“ Inhalte zu publizieren, sowie das Fotografiestudium an der Münchner Akademie der bildenden Künste.
Durch die pandemiebedingte musikalische Zwangspause konnte das Projekt, die Gründung des unabhängigen Presseportals „Frische Sicht“ 2020 umgesetzt werden, welches dem Verlag und Label ars vobiscum angegliedert ist.

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