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Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren

Es gibt viele Beispiele, wie die Regierungen das Wohlwollen reicher Menschen erreichen. Eines davon ist die Privatisierung von Allgemeineigentum. Dabei wird vorgegaukelt, alles werde billiger, besser, effektiver und moderner, wenn staatliche Aufgaben von privaten Unternehmen übernommen werden.

Tatsächlich aber ist es ein Service für jene, welche Milliarden und Abermilliarden Euro/Dollar nur virtuell auf Konten haben, und dringend diese virtuellen Werte in Sachwerte umwandeln müssen, wollen sie nicht durch einen Klick in einer Krise ihre Milliarden verlieren.

Also wird privatisiert. Und natürlich müssen private Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Wie soll das aber funktionieren, wenn sie gleichzeitig “billiger, besser, effektiver und moderner” werden sollen? Nun, am Beispiel der britischen Eisenbahn oder von deutschen Wasserwerken kann man lernen, dass die Versprechungen eben nicht eingehalten werden. Nicht nur steigen die Preise für die normalen Verbraucher (wir sprechen nicht von Großkunden), sondern außerdem sinken die Gehälter der Mitarbeiter. Und das teilweise so sehr, dass sie im Rentenalter auf staatliche Hilfe angewiesen sein werden. Die britischen Bahnstrecken verlottern, weil zu wenig investiert wird, aber die Gewinne müssen fließen.

Wie absurd manche Privatisierungen sind, sieht man z.B. am Paketservice. Früher kam ein Wagen der Post in die Straße, heute kommen vier Dieselfahrzeuge, die alle nur teilweise gefüllt sind. Zum Ausgleich wird dann eine CO2-Steuer erhoben, um das Klima zu retten, was natürlich der Endverbraucher bezahlen muss. Ebenso wie das Aufstocken der Rentenansprüche der schlecht bezahlten Paketfahrer, die nicht selten dazu als “Schein-Selbständige” ohne soziale Absicherung arbeiten.

Aber warum die lange Erklärung? Nun, der US-Investor Cerberus scheint einen großen Anteil der Commerzbank von der Bundesregierung zu kaufen. Nun ist es ja üblich, dass Investoren versuchen billig einzukaufen und teuer zu verkaufen. Bei den Regierungen scheint es umgekehrt zu sein. Nicht nur dass man billig verkauft hat, um Privatisierungen zu ermöglichen, und nun versucht, die Privatisierungen viel teurer wieder zurückzukaufen. Und so könnte es auch im Fall der Commerzbank passieren.

“... Da die Aktien des Finanzhauses dramatisch an Wert verloren haben, wäre ihr Verkauf an Cerberus mit staatlichen Milliardenverlusten verbunden. Der Finanzinvestor wiederum könnte seinen gegenwärtigen Anteil von rund fünf Prozent massiv aufstocken und würde unter den Anteilseignern der Commerzbank mit Abstand zur Nummer eins. Sein Geschäftsmodell – marode Unternehmen billig kaufen, brutal sanieren und teuer veräußern – passt gut auf Teile des deutschen Bankensektors. Cerberus, wegen seines “aktivistischen” Vorgehens gefürchtet, wird schon heute als “größte Macht im deutschen Bankensektor” eingestuft….” Weiterlesen bei https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8709/

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