Thorsten Gerstmann “Gastronomie ist am Ende!”

Interview mit dem Gastronomen Thorsten Gerstmann zur Situation in der Gastronomie. Viele Bereiche des Mittelstandes wurden durch den Lockdown wirtschaftlich hart getroffen. Durch den ersten Lockdown bereits schwer angezählt, sieht sich die Gastronomie vor der nicht lösbaren Aufgabe, den nun anstehenden zweiten “Lockdown light” zu überleben.

Rücklagen wurden bereits verbraucht und die Gewinne aus den Sommermonaten können die nun anfallenden Kosten durch das erneute Berufsverbot nicht decken. Existenzen sind gefährdet und großer Unmut regt sich, da die Verordnungen seitens der Politik für die Gastronomen nicht mehr nachvollziehbar sind.

Gerade die Bereiche des öffentlichen Lebens lahmzulegen, welche nachweislich keinen negativen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hatten, und durch kreative Lösungen zur Gewährleistung und Einhaltung der Hygienevorschriften erfolgreich agierten, sei laut Gerstmann absolut unbedacht und ein großes Politikum. Die von der bayerischen Staatsregierung angekündigten Hilfen, gingen an der Lebensrealität der Betroffenen vorbei und seien als reine Symbolhandlung zu verstehen. “In vier Wochen nach dem zweiten Lockdown können wir zumachen…”

Informationen zu Thorsten Gerstmann:

https://landhotel-schoenblick.com/ https://www.facebook.com/landhotel.restaurant.schoenblick

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Das Gespräch wurde am 2.11.2020 aufgezeichnet

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Thomas Stimmel, Jahrgang 1985 ist international tätiger klassischer Sänger, Kunstfotograf, Journalist und Publizist. Als Sohn eines afroamerikanischen GI´s und einer deutschen Mutter, wuchs er in einem kleinen oberbayerischen Dorf mit Mutter und Großmutter auf.
Aufgrund der für die damalige Zeit noch recht ungewöhnlichen familiären Umstände, war das bewusste Hinterfragen der gängigen gesellschaftlichen Denk -und Handelsmuster wichtiger Bestandteil der eigenen Lebenswirklichkeit.
Nach Beendigung eines klassischen Gesangsstudiums in München und Berlin, folgten internationale Engagements, die Stimmel Einblicke in unterschiedlichste Länder boten. Schon früh waren auf diesen Reisen eine Kamera und Notizbuch nicht mehr wegzudenken. Gespräche mit Menschen vor Ort, der Austausch mit Botschaftsangestellten (hier waren besonders Reisen nach Pakistan und Äthiopien prägend) nährten den Wunsch, diese Erlebnisse in Reportagen bzw. journalisitsch zu verarbeiten.
Es folgte die Gründung eines eigenen Musiklabels und Verlags ars vobiscum, um hochwertige musikalische und „druckbare“ Inhalte zu publizieren, sowie das Fotografiestudium an der Münchner Akademie der bildenden Künste.
Durch die pandemiebedingte musikalische Zwangspause konnte das Projekt, die Gründung des unabhängigen Presseportals „Frische Sicht“ 2020 umgesetzt werden, welches dem Verlag und Label ars vobiscum angegliedert ist.

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