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Quo vadis Australien?

Seit Beginn der Corona-Pandemie entwickelt sich Australien zum Vorreiter einer drastischen Unterwerfungspolitik gegen die eigenen Bürger. Nun ist mit der Deportation von Aborigines in sogenannte „Quarantäne Lager“ eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Derzeit erleben wir den weltweiten Abbau von in Jahrhunderten hart erstrittenen Grundrechten. Jedoch fallen immer wieder Australiens Regierende und deren offene Grundrechtsbrüche besonders auf. 

War es zuerst die komplette Abschottung des Landes1, steigerte sich der Druck auf die Bevölkerung -trotz im Verhältnis niedriger Fallzahlen- stetig. Der Aufenthalt in der Natur, oder ein Spaziergang am Meer ohne Mundnasenschutz können in den Bundesstaaten wie Victoria zu drastischen Strafen führen.

Eindrücklich bleibt auch die Verhaftung einer jungen schwangeren Familienmutter aufgrund eines maßnahmenkritischen Posts auf Facebook. 2

In der vergangenen Woche wurden nun wegen “Clusterbildungen” in Indigenen-Siedlungen im Northern Territory, positiv getestete, sowie Kontaktpersonen vom Militär in Quarantäne Lager verbracht. Laut zuständigem Minister Michael Gunner sei diese Maßnahme notwendig, da es zwischen den Siedlungen „..zu viele Infektionen” gäbe. “…Es handle sich quasi um einen großen Haushalt… Auch könne er nicht ausschließen, dass noch viel mehr Menschen folgen müssten.”3

In einem Video des freien Senders „Real News NT“ sprechen Vertreter der betroffenen Communities (Sovereign Tribal people) in einem Hilferuf von einer bewusst eingeleiteten Aktion gegen die Ureinwohner. Es würden die Bewegungsfreiheit der Menschen komplett eingeschränkt, Zwangsimpfungen durchgeführt und empfindliche Geldstrafen ausgesprochen, sollten Personen versuchen zu fliehen. 4. Es sei ein versuchter Genozid an dem ältesten Teil der Menschheit.

Beleuchtet man das Northern Territory genauer, fallen einige Besonderheiten auf. In dem Bundesstaat leben ca. 40.000 Aborigines, also ein Großteil der noch existierenden Ureinwohner. Auf dem gesamten Gebiet befinden sich Bodenschätze wie Uran, Gold, Phosphate, oder Magnesium, welche unter dem „Aboriginal Land Rights (Northern Territory) Act 1976“5 nur bedingt abgebaut werden dürfen. Dies ist laut Sprechern der Community vielen Regierenden, sowie Großunternehmen ein Dorn im Auge. Die Umsetzung dieser drastischen Infektionsschutzmaßnahmen könnten laut der Sprecher nun dazu dienen, endlich uneingeschränkten Zugang zu den Bodenschätzen zu gewinnen.

Die junge Geschichte der Aborigines ist eine der permanenten Unterdückung seit der Besiedlung durch die britische Siedler ab 1788. Bis in das 20. Jahrhundert kam es zu Tötungen, Massaker und Massensterben durch eingeschleppte Krankheiten. Bis in die 1970er Jahre wurden den Uhreinwohnern Kinder entzogen, um diese zu assimilieren bzw. als günstige Arbeiter einzusetzen.

Erst 2008 entschuldigte sich die australische Regierung offiziell bei den Aborigines. 6

Bis heute sind die Aborigines extrem benachteiligt. Die schlechten Lebensbedingungen führen zu einer geringeren Lebenserwartung, sowie zu einer signifikant höheren Selbstmordrate im Vergleich zum Rest der australischen Bevölkerung. 7

Im Verlauf der Corona-Pandemie hat sich jedoch eine große australische Protestbewegung quer durch alle Schichten bilden können. Deren jüngste Großdemonstrationen wurden auch sehr objektiv von großen Medien dokumentiert. 8

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(Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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  1. https://de.rt.com/international/121073-gesundheitsbeamtin-fordert-australier-auf-nicht/ []
  2. https://www.t-online.de/digital/id_88504634/polizei-verhafte-frau-wegen-anti-corona-post-auf-facebook.html[]
  3. https://www.facebook.com/TerritoryChief/posts/435285761296933[]
  4. https://rumble.com/vppr0l-sos.html?fbclid=IwAR1px5USWmhbGNedtmq17zCRRsnKoaiQixTd8KPqMo0Kt4rMnRw6RXvcvgU[]
  5. https://www.legislation.gov.au/Details/C2007C00360[]
  6. https://www.nma.gov.au/defining-moments/resources/national-apology[]
  7. https://www.survivalinternational.de/indigene/aborigines[]
  8. https://www.nytimes.com/2021/11/18/world/australia/covid-protests-australia.html[]

About the author

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Thomas Stimmel, Jahrgang 1985 ist international tätiger klassischer Sänger, Kunstfotograf, Journalist und Publizist. Als Sohn eines afroamerikanischen GI´s und einer deutschen Mutter, wuchs er in einem kleinen oberbayerischen Dorf mit Mutter und Großmutter auf.
Aufgrund der für die damalige Zeit noch recht ungewöhnlichen familiären Umstände, war das bewusste Hinterfragen der gängigen gesellschaftlichen Denk -und Handelsmuster wichtiger Bestandteil der eigenen Lebenswirklichkeit.
Nach Beendigung eines klassischen Gesangsstudiums in München und Berlin, folgten internationale Engagements, die Stimmel Einblicke in unterschiedlichste Länder boten. Schon früh waren auf diesen Reisen eine Kamera und Notizbuch nicht mehr wegzudenken. Gespräche mit Menschen vor Ort, der Austausch mit Botschaftsangestellten (hier waren besonders Reisen nach Pakistan und Äthiopien prägend) nährten den Wunsch, diese Erlebnisse in Reportagen bzw. journalisitsch zu verarbeiten.
Es folgte die Gründung eines eigenen Musiklabels und Verlags ars vobiscum, um hochwertige musikalische und „druckbare“ Inhalte zu publizieren, sowie das Fotografiestudium an der Münchner Akademie der bildenden Künste.
Durch die pandemiebedingte musikalische Zwangspause konnte das Projekt, die Gründung des unabhängigen Presseportals „Frische Sicht“ 2020 umgesetzt werden, welches dem Verlag und Label ars vobiscum angegliedert ist.

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