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Offener Brief an eine Tochter

Folgender Leserbrief wurde mit der Bitte um Veröffentlichung an die Redaktion von Frische Sicht gesendet

Liebe Maggie,

ich kann mich noch gut erinnern, als ich Dein Held war, weil ich etwas selber eingekauft habe. 

Ich kann mich noch gut erinnern, als Du mir erklärtest, dass ein Wald aus lauter Parzellen von 27 Bäumen besteht. Du hast im Auto vor Dich hin gezählt, als wir durch einen Wald fuhren und irgendwann warst Du bei 27 und sagtest mir dann mit einer Selbstverständlichkeit, zu der nur eine 3jährige fähig ist, dass dieser Wald aus 27 Bäumen besteht. Ich fragte natürlich nach, wie Du dazu kommst, dass es ausgerechnet 27 Bäume sind. Du antwortetest mit Gesten in verschiedene Richtungen: da 27… da 27… da 27…und da 27. 

Ich kann mich noch gut erinnern, als Du mir vorgeschlagen hast, ich solle doch meinen Beruf wechseln. Wir wanderten durch ein Sumpfgebiet und Du wolltest, dass ich Naturforscher werde, damit Du dann mit mir die Wunder dieser Welt erforschen kannst. 

Jetzt bist Du 21 Jahre alt und studierst Medizintechnik. Du stehst weitestgehend auf eigenen Beinen und bist immer noch jemand, auf den man als Vater sehr, sehr stolz sein kann. Du bist – leider – auch geimpft. Mindestens zweimal, vielleicht sogar schon geboostert. Ich habe nie viel dazu gesagt, weil Du längst selbstständig denkst und handelst. Ich habe Dich nur einmal gebeten, Dich genau zu informieren und Dir mit der Entscheidung für oder wider Impfung gut Zeit zu lassen. Bei dem nächsten Treffen warst Du dann zweifach geimpft. Ich habe Dir damals nicht gesagt, was ich davon denke und ich tue es heute auch nicht. Ich wollte es nicht zwischen uns kommen lassen. 

Ich war gestern in Nürnberg bei einer Demo und da Du in der Nähe studierst, dachte ich mir, wir treffen uns. Alle Optionen eines Treffens wurden durchgesprochen und wir einigten uns, dass wir uns nach der Demo bei einem Freund von mir treffen, der dort wohnt. 

„Hi Papa, ich habe er mir nochmal überlegt, es tut mir leid, aber ich muss für heute leider doch absagen. Ich habe die letzten Tage meine Kontakte reduziert, damit ich nichts mit heimschleppe und ihr seid ja alle ungeimpft und ungetestet etc., und kommt dann auch noch von einer Demo. Das ist mir zu riskant so kurz vor Weihnachten, da treffe ich ja auch meine Großeltern, die beiden sind ja nicht mehr die Jüngsten, die stecken sowas nicht so gut weg….“, konnte ich dann noch während der Demo auf meinem Handy lesen. 

Jeder darf seine Meinung zu einem Thema haben, auch wenn diese Meinung entgegen der öffentlichen Darstellung in keinster Weise wissenschaftlich validiert ist (eher das genaue Gegenteil ist der Fall). 

  • Wenn Du natürlich einem Ministerpräsidenten glauben willst, dessen Frau sich mit den Masken eine goldene Nase verdient hat und der ständig verfälschte Zahlen zum Besten gibt, der ständig behauptet, seine Maßnahmen-Politik sei alternativlos und nur zu unserem Besten (interessanterweise hat Schweden übers Jahr 2020 die fast identische Sterbekurve ohne Übersterblichkeit wie Deutschland, ohne jemals einen Lockdown gefahren zu haben),
  • Wenn Du natürlich einem Professor glauben willst, der eigentlich nicht einmal einen gültigen Doktortitel hat, sich aber mit seinem angeblichen Goldstandard-Test dumm und dämlich verdient,  
  • Wenn Du natürlich einem angeblichen Epidemiologen, jetzt Gesundheitsminister, glauben willst, der nie Epidemiologie studiert hat (seine Ex-Frau ist Epidemiologin, aber ich bin auch keine Krankenschwester, weil ich mal mit einer verheiratet war),
  • Wenn Du natürlich einer Außenministerin vertrauen willst, die nachweislich bei ihrem Lebenslauf gelogen hat (in England studiert, mit diesem Englisch…echt jetzt),
  • Wenn Du natürlich einem ehemaligen Gesundheitsminister vertrauen willst, der vorher Pharmalobbyist war (wirklich, einen größeren Bock kann man nicht zum Gärtner machen),
  • wenn Du natürlich den offiziellen Zahlen vertrauen willst, die nachweislich so verfälscht und gefälscht wurden, dass sie zur offiziellen Darstellung passen (die angebliche Pandemie der Ungeimpften ist nachweislich ein Märchen),
  • wenn Du natürlich Angst vor einer Krankheit hast, die über 99 % der Bevölkerung in Ruhe lässt und die tatsächlich keine Übersterblichkeit verursacht (sogar die angebliche Übersterblichkeit der über 80jährigen 2020 ist korrekt gerechnet unter Einbeziehung der Bevölkerungsentwicklung sogar eine leichte Untersterblichkeit gewesen), 
  • wenn Du natürlich auf die Wirksamkeit der Maßnahmen vertrauen willst, die nachweislich nichts bewirken außer Armut (O-Text WHO), Verzweiflung, Verunsicherung, Angst,
  • wenn Du natürlich einem angeblichem Gold-Standard-Test vertrauen willst, der – nachweislich – keine Infektion nachweisen kann (sagt zumindest die WHO, der Erfinder und sogar der Hersteller, aber was wissen die schon),

dann darfst Du das natürlich. Du bist inzwischen erwachsen, lebst Dein eigenes Leben, triffst Deine eigenen Entscheidungen. Du hast nachgewiesenermaßen einen klugen Kopf auf Deinen Schultern. Du wirst Dir bestimmt über alles Deine Gedanken gemacht haben und hast Dir Deine Meinung gebildet. Und wie wir wissen, bist Du ja in bester Gesellschaft, da große Teile der Bevölkerung diese Meinung teilen. 

Hier eine Überschrift von einem Artikel der NZZ von 31.08.2020:

„Kollabierte Kommunikation – was, wenn am Ende die „Covidioten“ Recht haben?“

Dieser durchaus lesenswerte schon über ein Jahr alte Artikel zeigt schon allein in der Überschrift das ganze Problem dieser Zeit: „Kollabierte Kommunikation….“

Bisher war es in Demokratien und Rechtsstaaten üblich,

  • alle Stimmen gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. In nahezu allen Medien kommen nur handverlesene systemkonforme Stimmen als sogenannte Experten zu Wort.
  • kritische Stimmen nicht zu diffamieren und kriminalisieren, nicht wegzusperren oder mundtot zu nötigen. Als Kritiker der Corona-Maßnahmen ist man mittlerweile automatisch rechtsradikal, Aluhutträger, sogar als Mörder wird man bezeichnet und jedwede Menschlichkeit wird einem abgesprochen.
  • dass Meinungen ohne Furcht über irgendwelche persönlichen Konsequenzen geäußert werden dürfen. Inzwischen ist es jedoch Standard, Meinungen von Personen, die irgendwie in öffentlichen Positionen sind (Polizisten, Richter, Ärzte, Politiker usw.) mit drastischen Maßnahmen (.z.B. Suspendierungen, Entlassungen, Kriminalisierung, als rechtsradikal eingestuft usw.). Dies geschieht insbesondere dann, wenn diese abweichende Meinung eine gut fundierte Datenlage als Basis hat.

Das alles sind nur wenige Beispiele, wie hier die Kommunikation kollabiert. All dies setzt sich in der Bevölkerung fort und nimmt oft ein durchaus bedenkliches Ausmaß an. Eine Impfpflicht ist beschlossen und eine Benachteiligung Ungeimpfter ist de facto durchgesetzt, obwohl dies eigentlich illegal ist (Grundgesetz und Europaratsresolution vom 27.01.21). Die Ungeimpften sind lt. öffentlicher Darstellung an allem Schuld, obwohl dies nicht nur nicht bewiesen ist, sondern eigentlich sogar klar widerlegt. Geimpfte tragen und geben das Virus genauso weiter wie Ungeimpfte. Dies wird auch von offiziellen Stellen wie z.B. RKI eingeräumt. 

„…..was, wenn am Ende die „Covidioten“ Rechte haben? 

Dies ist der zweite Teil dieser Überschrift. Das ist etwas, was unsere Obrigkeit so ganz und gar nicht auf dem Plan haben wollen. Und doch wird es so kommen. Am Ende haben die „Covidioten“ (diese sehr „respektvolle“ Bezeichnung für Andersdenkende wurde übrigens von einer Politikerin aus dem linken Spektrum erfunden) Recht. Das weiß ich. Die Faktenlage lässt keinen anderen Schluss zu. Die Wahrheit über diese Krankheit, die Wahrheit über die Maßnahmen, die Wahrheit über die durch und durch korrupten Machthaber, die Wahrheit wird sich letzten Endes durchsetzen. 

Trotzdem gestehe ich Dir zu, dass Du an all dies auch immer noch glauben willst. Du bist erwachsen, Du darfst eine eigene Meinung haben, die Du natürlich auch entgegen jeglicher Beweislage verteidigen darfst.

Das, was ich Dir gerne übel nehmen würde, ist, dass diese Meinung einen Spalt zwischen uns treibt. Dass diese Meinung verhinderte, dass wir uns sehen und vielleicht sogar Spaß miteinander haben. Ich würde Dir gerne übelnehmen, dass Du das Treffen komplett abgesagt hast, obwohl es immer noch Alternativen für eine andere Form des Treffens gab. Ich würde Dir gerne übelnehmen, dass zum ersten Mal etwas zwischen uns stehen darf. 

Aber ich kann Dir einfach nichts übelnehmen. Du bist ein Mensch gewordener Traum von mir. Ich habe mir immer ein Kind wie Dich gewünscht.

Aber es geht es mir trotzdem nicht gut mit dieser Deiner Entscheidung. Ich habe mit keinen noch so guten Worten einen Einfluss darauf, was Du machst oder lässt. 

Und es tut mir einfach weh, dass es diese Machthaber es tatsächlich geschafft haben, dass so ein Graben zwischen uns entsteht. 

Was auch immer Du denkst, welcher Meinung Du auch immer bist, was immer Du auch glauben willst, nie darf etwas zwischen uns stehen. Nie darf zwischen uns die Kommunikation kollabieren. 

„Wer nicht will, findet Ausreden, Wer will, findet Möglichkeiten.“, heißt es in einem Sprichwort. Lasst uns doch bitte eine Möglichkeit finden, dass nichts zwischen uns steht und wir die Gesellschaft des Anderen so genießen können, wie es sein soll.

Ich hab Dich gscheit lieb

Dein Papa

Symbolbild: shutterstock © Bee Bonnet

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Simon
Simon
11 Monate zuvor

Lieber Autor dieses Textes,
als Sohn macht es mich betroffen, wie Sie hier schreiben. Auch wenn ich nicht die angesprochene Person bin, fühle ich mich durch den Text unter Druck gesetzt doch endlich daran zu „glauben“ dass meine persönliche Einstellung gegenüber dem Virus und der aktuellen Corona Politik falsch ist. Es wird davon geschrieben in diesem Text, dass die aktuellen Erkenntnisse nicht wissenschaftlich validiert sind, diese Aussage ist für mich unbegreiflich, da es mittlerweile sehr viele Studien aus unterschiedlichen Ländern gibt, die das aktuelle Vorgehen der Politik unterstützen (wenn nicht sogar noch als „zu leicht“ einstufen).
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter, dass sie nicht den Kontakt zueinander verlieren, denn diese Beziehung ist mehr Wert als alles andere, jedoch gehört hierzu auch, andere Meinungen zu respektieren und zu akzeptieren und den „Schutzraum“ des anderen zu achten.

Bleiben Sie gesund
Simon

© Frische Sicht 2020
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