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In eigener Sache

Als Herausgeber des unabhängigen Presseportals Frische Sicht ist es mir ein großes Anliegen, einige Worte zur aktuellen Situation an Sie zu richten.

Wir befinden uns seit nunmehr zwei Jahren in einem permanenten Ausnahmezustand, der von einer medialen Rhetorik der Angst und Ausweglosigkeit begleitet, ja sogar befeuert wird. 

Während im Jahr 2020 noch der „Krieg“  gegen das SARS CoV-2 Virus ausgerufen wurde, ist nun der echte Krieg in der Ukraine in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt worden.

War es schon schwierig, kritische Sichtweisen bezüglich der geltenden Corona-Politik zu publizieren, ist nun mit dem Krieg in der Ukraine eine neue mediale Eskalationsstufe erreicht worden. Jegliche kritische Betrachtungsweise, sei diese noch so fundiert, wird in unserem, mittlerweile auf Stecknadelgröße geschrumpften Debattenraum schlicht ignoriert, oder mittels altbewährter Kampfbegriffe abgetan. Der Wille, sich mit den Gegenargumenten und den dazu angebotenen Quellen auseinanderzusetzen, scheint bei einem erheblichen Prozentsatz der Gesellschaft gänzlich verschwunden zu sein.

Die geistigen Gräben sind tief und scheinen derzeit kaum überwindbar!

Mein Wunsch für unser Presseportal war und ist es, eine Plattform zu bieten, die es ermöglicht, Inhalte abzubilden, die einen Beitrag zur fundierten Meinungsbildung leisten. Dabei ist es für den Konsumenten wichtig zu verstehen, dass ich als Herausgeber und Gründer dieser Plattform, nicht mit allen Publikationen inhaltlich übereinstimmen muss! Nur das wirkliche Verstehen von Zusammenhängen kann Fundament für echten Frieden sein.

Die massive Kriegsrhetorik seitens Politik und Medien, scheint mir mittlerweile vollkommen losgelöst von jeglicher Vernunft! Relevante Zusammenhänge in den Entwicklungen rund um die aktuelle Situation in der Ukraine, werden schlicht unter den Tisch fallen gelassen. Anstatt für eine Deeskalation zu sorgen, werden, als hätte man nicht aus der Geschichte gelernt, alte Feindbilder ausgegraben und bedient. Es können über Nacht 100 Milliarden Euro zur Aufrüstung der Bundeswehr bereit gestellt werden, jedoch seit zwei Jahren keine 2 Milliarden für ein überlastetes Pflegepersonal. Und das trotz Corona, der laut Angela Merkel „…größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg.“

Man kann argumentieren, dass wir nun tatsächlich vor der größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg stehen. Nämlich einen dritten Weltkrieg zu verhindern.

Doch ist das durch die derzeitig betriebene Politik und die medial aufgeheizte Stimmung der Fall? Ich denke nicht!

Die Waffen aller beteiligten Parteien müssen schnellstmöglich schweigen. Verhandlungen wieder aufgenommen und von allen Seiten unterstützt werden! Der Konflikt darf nicht durch Waffenlieferungen, oder externe Söldnertruppen befeuert werden.

Eine Erkenntnis bezüglich zwischenmenschlicher Beziehungen ist, dass es gerade in Konfliktsituationen unabdingbar ist, das Gegenüber und dessen Position nachvollziehen zu können. Der Wille Sachverhalte zu verstehen, darf aber nicht mit Verständnis verwechselt werden.

Dieser Gedanke ist mir besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine sehr wichtig.

In den bisher von uns publizierten Beiträgen, werden die Sicht auf bzw. aus dem Donbass, sowie die Entwicklungen in der Ukraine seit 2014 behandelt. Dabei geht es darum, Zusammenhänge verständlich zu machen und aufzuzeigen. Dass diese Zusammenhänge gewisse Handlungen nachvollziehbar machen, bedeutet nicht, dass ich die Invasion Russlands in der Ukraine nicht für einen massiven Völkerrechtsbruch halte! Im Gegenteil.

Ich verurteile diesen Krieg auf das Schärfste. So wie ich alle bisherigen völkerrechtswidrigen Kriege zutiefst verurteile. Krieg ist schrecklich. Die Tatsache, dass in jedem Krieg die unschuldige Bevölkerung leidet und die verantwortlichen Akteure zumeist unbehelligt bleiben, schmerzt.

Die Wahrheit stirbt in jedem Krieg zuerst.

Ich bin fassungslos ob der derzeitigen Entwicklungen. Gerade deshalb möchte ich in meinen begrenzten Möglichkeiten Debattenräume öffnen, um einen lebendigen Diskurs im demokratischen Sinne zu fördern.

Ich hoffe sehr, zumindest einen kleinen Beitrag für ein friedlicheres Miteinander leisten zu können. Jens Lehrich hat einen, für mich sehr wichtigen Satz geprägt, den ich zum Ende dieses Textes mit Ihnen teilen möchte!

 „Wissen ist eine Holschuld“

Ich wünsche uns allen in jeglicher Hinsicht FRIEDEN!!!

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Msch
Msch
5 Monate zuvor

Danke für dies Stellungnahme. Ich vermisse solche Statements ansonsten in weiten Teilen des Mainstreams.

GB10777
GB10777
4 Monate zuvor
Reply to  Msch

Merken Sie eigentlich, dass Sie mit dem komplett desavouirten Begriff “Mainstream” diese Stellungnahme konterkarieren?

Anne-Marie Neßmann
Anne-Marie Neßmann
5 Monate zuvor

Du sprichst mir aus dem Herzen!Danke!

JBWOMBEL
JBWOMBEL
3 Monate zuvor

Wenn Du wirklich hinter diesenZeilen stehen solltest, solltest Du u.a. auch mal deinen YouTube Kanal kritisch beleuchten und entsprechend kommentieren…

ok, nicht hier in Deutschland sterben Menschen für unsere oder besser auch für Deine Meinung … , die sterben gerade in der Ukraine…

JBWOMBEL
JBWOMBEL
3 Monate zuvor
Reply to  JBWOMBEL
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