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Die andere Seite

Dieser Plattform wird vorgeworfen, seit kurzem pro-russische Propaganda zu betreiben. Da auch ich zu den Autoren gehöre, die die andere Seite des Ukraine-Konflikts in den Mittelpunkt stellen, eine kurze Stellungnahme von mir.

Ja, ich berichte nicht ausgewogen über das Thema. Und das tue ich ganz absichtlich und bewusst. Es gibt – gefühlt – tausend Medien, die das Narrativ “Putin hat die unschuldige Ukraine überfallen, weil er ein machtgeiler Oligarch ist” in der einen oder anderen Form propagieren.

Dass es eine NATO- und USA-verschuldete Vorgeschichte zu diesem Konflikt gibt, der mindestens bis ins Jahr 2004 reicht – vermutlich aber viel länger – wird in diesen Medien nicht erwähnt.

Nur sehr wenige Deutsche oder Österreicher waren oder sind sich bewusst, dass der Krieg in der Ukraine seit 2014 andauert, dass dort im Osten regelmäßig Beschuss herrscht, dass die Menschen im Osten immer wieder in die Keller müssen, dass sie sterben. Da ich seit 2016 aktiv die „Friedensbrücke Kriegsopferhilfe“ unterstütze, einen gemeinnützigen Verein, der versucht, mit den uns zur Verfügung stehenden beschränkten Mitteln die größte Not zu lindern, ist mir dieser andauernde Krieg jedoch sehr präsent. Hilfskräfte unseres Vereins sind in den vergangenen Jahren an der Frontlinie beschossen worden. Das merkt man sich.

Auch über die faschistischen Hintergründe mancher im Westen wohlgelittenen Politiker aus der Ukraine wird nur selten – m.E. nur im Feigenblattmodus – berichtet.

In den von mir hier publizierten Artikeln bemühe ich mich, grundsätzlich nur Quellen zu verwenden, die dem westlichen Mainstream angehören oder zumindest nahestehen, um das Argument der pro-russischen Propaganda von vornherein zu entkräften. Es ist schwer genug, diese Aussagen dort noch zu finden. Viele Quellen der letzten 8 Jahre sind verschwunden, ganz “überraschend” entweder der Zensur zum Opfer gefallen oder von den publizierenden Medien vielleicht sogar freiwillig entfernt, sodass sie nur noch in den Way-Back-Archiven zu finden sind.

Meine Aufgabe beim Schreiben sehe ich darin, Informationen von der “anderen Seite”, der Seite jenseits des Mainstream-Narrativs, zu bieten. So können sich die Leser damit ein halbwegs objektives Gesamtbild selbst erarbeiten, so sie das wollen. Das wäre dann die Aufgabe des Lesers. Es bleibt jedem überlassen, die verschiedenen Puzzlesteine der Wahrheit zusammenzubauen, vorausgesetzt, man verfügt über alle Teile. Die Lückenpresse arbeitet aber seit Jahren sehr erfolgreich daran, das zu verhindern.

Soll ich unter diesen Umständen wirklich noch “neutral” schreiben und die Puzzlesteine bzw. die Situation der Westukrainer präsentieren? Reicht es nicht, dass diese hundert- wenn nicht tausend-fach im Mainstream zur Verfügung gestellt werden?

Die Frage darf sich jeder Kritiker selbst beantworten.

Bei meinen Aktionen für die Kriegsopfer im Donbass wurde ich schon öfters gefragt, ob ich auch Menschen in der Westukraine helfen würde? Meine Antwort darauf war eindeutig: Natürlich. Nur steht für die Menschen dort aktuell ein viel größeres Hilfsbudget zur Verfügung als im Osten. Wir helfen dort, wo die Not am größten ist. Und es ist so beschränkt, dass wir aktuell nur im Osten helfen können.

Und jetzt versuche ich, darüber zu informieren, worüber man am wenigsten erfährt – wo die Informationsnot am größten ist.

Über die andere Seite.


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claudia
claudia
9 Monate zuvor

danke!
macht weiter so!!

© Frische Sicht 2020
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