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Deutschland hat dichtgemacht

Ein satirischer Aufweck-Kommentar für Aufgeweckte und solche, die sich dafür halten.

Wir leben in verrückten Zeiten. Das kann man wörtlich nehmen. Vorstellungen von Moral, Ethik, sozialem Leben, gesundem Leben und Menschenverstand sind vollkommen ver-rückt geworden. Die Aktion #allesdichtmachen, die vor kurzem in den sozialen Medien viral gegangen ist, bietet Gelegenheit, sich das einmal zu vergegenwärtigen.

Bildlich gesprochen lässt sich das Hauptdilemma in einem Satz zusammenfassen: Das freie und demokratische Deutschland liegt auf der Intensivstation. Der Patient ist in ein künstliches Koma versetzt worden. Wird er aufwachen und wieder ins Leben zurück finden? Wir wissen es nicht. Gibt es Hoffnung? Das ist ebenfalls ungewiss. Das Problem ist, dass die meisten Menschen so tun, als läge der Patient gar nicht im Koma und als es gäbe auch keinen bevorstehenden Herz- und Hirntod. Denn dann könnte man zu trauern beginnen und überhaupt spüren, dass etwas zu Ende ist, und zwar das Leben.

Gerade in dem Moment, in dem die Abschottung des Patienten, sogar des Krankenhauses und der Krankenhausumgebung, per Gesetz beschlossen wurde, kommen als Hoffnungsschimmer Deutschlands prominente Künstler aus der bisherigen Deckung gekrochen und mahnen satirisch an, dass die Maßnahmen, die bisher zur Heilung ergriffen worden sind, ja überhaupt nichts bringen und aberwitzig seien. Der massenmediale Chor fängt erwartungsgemäß zu grölen an und regt sich künstlich, vor allem aber sehr erwartbar über die vermeintlich Abtrünnigen auf. Die Kritiker der beschlossenen Heilungs-Maßnahmen atmen auf und versprühen in den sozialen Medien Revolutions-Enthusiasmus.

Was dann passiert ist interessant. Die Künstler erweisen sich sofort und auf der Stelle als brave Mitpatienten, beschimpfen abwertend diejenigen, die sowohl den Erhalt von Leben als auch gesundem Menschenverstand einfordern und heben sogar deutlich heraus, dass sie schon immer Heilungs-Maßnahmen ergriffen hätten und dass sie auf gar keinen Fall zu denen gehören wollen, die für Leben und gesunden Menschenverstand eintreten, und zwar unter Inkaufnahme des Risikos einschneidender und massiver Gewalterfahrungen. Hoppla, fragt man sich, wo ist die eben noch vorhandene Kritik denn so schnell hingehuscht?

Und was machen die Beschimpften? Man könnte ja meinen, dass die nun empört seien über solchen Wankelmut und sich gegen die Beleidigungen wehren, die nun ausgerechnet von jenen kommen, die eben noch prominent vorgaben, kritisch zu sein. Was für ein Wechselbad der Gefühle. Auf die empörte Reaktion kann man noch warten, denn das Gegenteil passiert. Es werden viel lieber diejenigen ausgegrenzt, die nun mal nicht beschimpft und abgewertet werden wollen, egal von wem. Denn Abwertung führt in Vernichtung, das kann man ja soziologisch und geschichtlich gut nachvollziehen. Das müsse man verschmerzen, heißt es dann von denjenigen, die sich das quere und freie Denken ganz besonders groß auf die Stirn getackert haben. Schließlich sei die Aktion der Künstler erhebend und das wolle man sich nun mal nicht nehmen lassen. Ein kollektiver Hoffnungs-Seufzer zieht durch die sozialen Medien und das übrige Land. Wie gut, dass der Patient nicht tot ist. Wenn es noch einige gibt, die sich trauen zu sagen, dass er im Koma liegt, dann ist doch alles gut, oder? Ein Schelm, wer an Rainer Mausfeld oder sogar an kontrollierte Opposition denkt.

Journalisten, die -verpflichtet zur Sorgfalt- prüfen müssten, wer die Aktion eigentlich ins Leben gerufen hat tun das eben nicht ausgiebig. Vielleicht ist die Angst zu groß, dass man eventuell sein blaues Wunder erlebt bei der Recherche. Während sonst gerufen wurde: „Woher hat der Initiator das Geld für so eine Aktion?“ oder „Cui bono?“, werden diese Fragen erst gar nicht gestellt. Wozu auch? Während bisher als seriös galt, etwas erst dann zu beurteilen, wenn man die ganze Sache kennt, fällt das in diesem Fall einfach mal weg. Wie kann man solche Fragen stellen, wenn man damit die Hoffnung auf Überleben raubt?

Während bisher gefragt wurde, ob es wohl ein mediales Netzwerk gibt, in das der Initiator möglicherweise ganz gut eingebunden ist, bleibt diese Frage von allen Seiten ungestellt. Dass der Initiator seit November 2020 CEO einer möglicherweise nicht ganz so mickrigen und alternativen Medienagentur ist, ist tatsächlich nur Haarspalterei von notorischen Nörglern und Spaßbremsen? Was wäre, wenn es sich -nicht zum ersten Mal- um eine „große Public Relations-Sause“ (Hermann Ploppa) handelt? Das wird noch nicht einmal als Ermittlungshypothese aufgestellt. Um eine objektive Antwort auf diese Fragen zu erhalten, bräuchte es Zeit.  Doch die nimmt man sich gerade nicht. Fakten bleiben ungeprüft, Ermittlungshypothesen werden rüde abgewehrt. Das stört natürlich nur, wenn es die anderen tun.

Wenn Künstler, Journalisten und „Andersdenkende“ auf der einen Seite Menschen als Schlafschafe abwerten, andererseits die Augen davor verschließen, dass die Möglichkeit besteht, dass sie mittels Medienagentur gerade zur Schau gestellt, getrennt und abgewertet und ebenfalls ins Hoffnungs-Koma gelullt werden könnten, dann ist das – richtig: Ver-rückt.

Fazit: Wenn das so weiterläuft, kann Deutschland tatsächlich dichtmachen, denn dann ist der Patient nicht mehr im Koma, sondern mausetot. Ach, und bevor ich es vergesse: Deutschland ist kein Wesen außerhalb von uns selbst. Deutschland, das sind wir!

Quellen:
https://kenfm.de/antifa-und-das-ende-der-kontrollierten-opposition-von-hermann-ploppa/

https://www.webvalid.de/company/CINE.BOX+GmbH,+M%C3%BCnchen/HRB+260821

Beitragsbild: https://allesdichtmachen.de/

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