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Aus der Kategorie „Wir machen Dich fertig“

Last updated on 19. Oktober 2021

Eva Rosen gehört zu den Aktivisten, die schon recht früh auf der Straße ihren Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen gezeigt hat. Das hat für die Projektmanagerin inzwischen ernste Folgen.

Neben unzähligen Anzeigen und Verfahren – großteils aufgrund der Nichtanerkennung ihrer Maskenbefreiung durch die Behörden – wurde sie inzwischen sowohl von links als auch von rechts sowie von einem offensichtlich psychisch labilen Menschen bedroht und gestalked. Dabei musste sie die Erfahrung machen, dass die Bedrohung von Corona-Maßnahmenkritikern für manchen Beamten bei der Polizei, nicht wirklich von Interesse ist.

Dass sie aufgrund ihrer politischen Haltung seit Monaten arbeitslos ist, bringt sie jetzt in finanzielle Probleme.

Du bist in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten? Wie kam es dazu?

Das ist leider richtig. Ich fing letztes Jahr an, mich wegen der unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen in Deutschland zu engagieren. Im Rahmen dessen habe ich im Dezember eine Bustour veranstaltet – die Frauen-Bustour. Da ich in dieser Zeit im Home-Office war, konnte ich vieles von unterwegs aus erledigen. Aber als ich zurück kam, sagte mir mein Chef, dass man meinetwegen viele Mails von Kunden bekommen habe. Die Kunden wurden angeschrieben und es wurde ihnen gesagt, dass ich ein Nazi sei.

Wie kamen die denn dazu?

Man hat auf der Website meines Arbeitgebers meinen Namen gefunden, geschaut, wer unsere Großkunden sind, diese angeschrieben und mich dort verunglimpft.

Es war also eine gezielte Kampagne?

Ja. Definitiv

Wer steckte da dahinter?

Vermutlich war es die Antifa, aber das weiß ich nicht mit Sicherheit. Es ist natürlich der erste Gedanke, da sie sich ja zuerst sehr negativ gegen mich geäußert hatten und die Bustour auch immer wieder behindert haben. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Es hat sich ja nie jemand öffentlich mit Namen geäußert. Immer anonym.

Wie hat dein Chef reagiert?

Ich hatte mit meinem Chef immer ein gutes Verhältnis. Er war eher betroffen und wusste nicht recht wie er sich verhalten soll. Er sagte mir, er werde mich nicht kündigen, aber es könne sein, dass es zu einem Problem für die Firma wird, wenn die weiter unsere Kunden anschreiben. In dem Moment habe ich entschieden, die Arbeitsstelle zu verlassen, bevor die Firma wirklich ernsthaften Schaden nimmt. Schließlich können meine Kollegen nichts dafür, dass ich den Mund aufmache.

Wann war das?

Anfang Januar hatte ich mit ihm das Gespräch, zum 01. Februar war ich raus. Das war zwar eine verdammt kurze Kündigungsfrist, aber ich will ja niemandem schaden.

Wie lebst du seitdem? Von was lebst du?

Die letzten Monate habe ich mich mit meinen Ersparnissen, der Unterstützung meiner Familie und kleinen Schenkungen über Wasser gehalten. Aber irgendwann waren meine Rücklagen zu Ende. Vor zwei Monaten war der Moment, in dem mir klar wurde es reicht einfach nicht. Da habe ich dann Arbeitslosengeld beantragt und bekomme das jetzt auch.

Davon kannst Du jetzt leben?

Ja, das ist ausreichend. Es ist aber so, dass man sich z.B. nicht im Ausland aufhalten darf wenn man Arbeitslosengeld bezieht. Außerdem darf ich die Behörde nicht betreten, da ich aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkung mit der Maskenbefreiung Einschränkungen habe.

Was hat das für Auswirkungen?

Die Agentur für Arbeit sollte Menschen Jobs vermitteln und im besten Fall meine Interessen vertreten wollen. Ich weiß nicht, wenn ich nicht mal deren Behörde betreten darf, wie das funktionieren soll. Fakt ist, ich fühle mich in Deutschland momentan weder sicher noch frei. Dieses Abhängigkeitsverhältnis macht es noch schlimmer, da ich mich nicht dort aufhalten kann, wo ich das gerne möchte.

Du kannst nicht zu deiner Familie fahren?

Genau. Ich darf jetzt nicht einfach mal nach Griechenland fahren, wo meine Familie lebt. Das macht mich unfrei und Arbeitslosengeld ist auch nur ein Bruchteil dessen, was ich vorher mit meinem Nettoeinkommen hatte. Das Finanzielle kann ich handhaben, aber ich weiß, da muss sich etwas ändern. Unfreiheit und auch diese Bedrohungen geht auf Dauer nicht.

Du fühlst dich nicht sicher in Deutschland? Warum?

Seit Dezember letzten Jahres werde ich auf verschiedene Arten belästigt und bedroht.

Was passiert denn konkret?

Mir wird die Post aus dem Briefkasten gestohlen, die Antifa pflastert meine Straße immer wieder mit Antifa-Aufklebern, um mich wissen zu lassen, dass sie hier sind und mein Auto wurde schon mehrfach demoliert. Darüber hinaus habe ich einen Stalker, der wirklich unangenehm ist.

Der Reihe nach – zum Thema Post. Woher weißt du das?

Bußgeldbescheide, gegen die ich Widerspruch einlegen könnte, gehen „verloren“ – so dass ich nichts davon erfahre. Ich hatte jetzt schon drei mal Zwangsabbuchungen, die haben mir das dann halt irgendwann vom Konto weg gepfändet.

Du hast aber Anzeige erstattet, oder?

Ich habe natürlich auch Anzeige erstattet, wegen der gestohlenen Post und versucht mit den Behörden zu reden wie die Sachlage ist. Aber es interessiert keinen. Ich habe inzwischen ein Postfach, aber das nutzt nichts, weil offizielle Briefe eben nur in den Briefkasten geworfen werden und man weigert sich mir da entgegenzukommen und das anders zu regeln.

Was ist mit deinem Auto?

Eingeschlagene Windschutzscheibe, aufgeschlitzte Reifen und massive Kratzer am Auto – zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Kümmert sich die Polizei darum?

Nicht wirklich. Zumindest mein Eindruck. Sachbeschädigung ist in meinen Augen auch nicht so schlimm und passiert viel zu häufig. Viel schlimmer ist es, wenn sie auf meine Notrufe bei der 110 nicht reagieren.

Wie bitte? Was ist denn da passiert?

Ich habe ja mittlerweile einen Stalker, der eigentlich aus Dresden stammt, sich jetzt aber seit fast einem halben Jahr in meinem Umkreis aufhält. Vor ca. zwei Monaten hat er mich auf offener Straße bedroht und mir gedroht, mich abzustechen. Ein guter Bekannter ging hinter mir her, der hat das mitbekommen. Ich habe sofort die 110 angerufen, aber als man meinen Namen hörte, wurde aufgelegt.

Und das kann dein Bekannter bezeugen?

Ja, das hat er auch bei der Polizei schon zu Protokoll gegeben und darum gebeten, dass das auch ernst genommen wird.

Wer ist das, wenn ich fragen darf?

Ich möchte ihn nicht öffentlich nennen, da er als Geschäftsmann nicht offen auftreten möchte. (*1)

OK, dann lassen wir das hier. Er hat das zu Protokoll gegeben bei der Anzeige bei der Polizei?

Ja. Er war ziemlich schockiert, dass bei der 110 aufgelegt wurde und die Beamten nicht mal eine Streife vorbei geschickt sondern mich da einfach hängen gelassen haben. Wäre ich alleine gewesen, hätte ich da ganz schön dumm gestanden.

Der Stalker verfolgt dich weiter?

Ja. Er bekam zwar jetzt aktuell ein Kontakt- und Annäherungsverbot, aber das gilt dann immer für zwei Wochen und er taucht regelmäßig wieder auf. Ich habe den Briefkasten voller Briefe von ihm, es gibt zahlreiche Videos und die Sprachnachrichten auf meinem Handy kann man kaum mehr zählen. (*2) Ich habe inzwischen meine Mailbox ausgeschaltet, damit er nicht mehr drauf reden kann. Er ist wohl psychisch krank, hat wohl auch einige Zeit in der Psychiatrie verbracht worden, nachdem man ihn hier aufgegriffen hat, aber da hat man ihn nach einiger Zeit auch wieder gehen lassen. Das ist total unangenehm – insbesondere in Verbindung mit den anderen Bedrohungen.

Was sind das für Bedrohungen?

Es gab öfters Gewaltandrohungen, Morddrohungen so zwei- nein dreimal jetzt. Übers Internet habe ich das bis jetzt auch nicht so ernst genommen, weil das sind eben Rowdys. Das habe ich aber auch dem Staatsschutz gemeldet, als die nach dem ersten Angriff auf mein Auto hier bei mir zuhause waren. Die haben das aufgenommen und das war es, der Kriminaloberkommissar hat mir seine Karte hier gelassen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das wirklich so ernst verfolgt wird. Beim letztes mal, als ich die 110 anrufen musste, hat es eine halbe Stunde gedauert, bis die endlich da waren.

Was war der Anlass ?

Der Stalker stand wieder mal vor der Haustür, hat Sturm geklingelt und mich bedroht. Da sich seitens der Polizei nichts tat, habe ich dann einfach wie wild aus dem Fenster gebrüllt und meine ganze Straße kam mir zu Hilfe. Allen voran die arabischen Jungs aus dem Barber-Shop, die schon als kleine Jungen bei meiner Mutti im Deutschunterricht waren. Als die Polizisten endlich kamen, war dank der Unterstützung der Nachbarn schon wieder Ruhe.

Hast du sonst noch unter Repressalien zu leiden?

Es ist schwierig für mich Arbeit zu finden, da ich einfach aufpassen muss. An den Sicherheitsaspekt denkt man normalerweise nicht, wenn man Arbeit sucht, aber wenn ich jetzt ganz normale Bewerbungen schreibe, habe ich schon ein bisschen Angst, an den Falschen zu geraten, irgendwo hinzufahren und da zusammengeschlagen zu werden. D.h. ich bin extrem vorsichtig und auch misstrauisch geworden.

Geht es auch anderen in der Bewegung so?

Ja. Aber wenn ich mich mit Leuten unterhalte, in dem Ausmaß haben das nicht viele, ich kenne auch niemand, der mit einem Stalker zu kämpfen hat. Man sagte mir, ich solle aufpassen, auch mit diesem verrückten Typen, der ja auch geschickt sein kann, um irgendwas zu provozieren.

Macht dir das Angst?

Direkt gesagt: es ist Scheiße, sich nicht sicher zu fühlen. Und es ist wahrscheinlich auch egal, wohin ich im Moment auch in Deutschland gehe, solche Probleme werden mich verfolgen. Darum möchte ich öffentlich sensibilisieren, was da abläuft.

Um andere zu warnen?

Ja. Ich möchte natürlich nicht, dass jetzt jemand sagt ‘oh Gott, ich hör jetzt auf und zeige jetzt deswegen nicht mehr Gesicht‘ aber jedem sollte bewusst sein, was passiert.

Wärst du so aktiv geworden, wenn du gewusst hättest, was auf dich zukommt?

Ja. Ich würde immer wieder so machen, ja, ich kann nicht anders. Natürlich habe ich irgendwann hier mal gesessen und gedacht ‘Scheiße, hättest du doch letztes Jahr einfach die Klappe gehalten, so wie viele andere auch.’. Aber dann musste ich lachen. Mir war klar, das mit „Klappe halten“ hätte ich nicht hingekriegt, da bin ich nicht der Typ für. Aber es erschreckt mich, wie Behörden und Justiz dazu beitragen, dass es überhaupt möglich ist, dass die Menschen so agieren.

Wie meinst du das?

Letztlich haben die Behörden und die Justiz – in Zusammenarbeit mit den Medien – dafür gesorgt, dass man als Mensch, der keine Maske tragen kann und der Regierung und den Maßnahmen kritisch gegenüber steht, zum Outlaw erklärt wurde. Man wird kriminalisiert, man fühlt sich wie Freiwild da draußen. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass Menschen, die tatsächlich kriminelle Handlungen begehen, weniger verfolgt werden, als jemand, der sich kritisch gegen die Maßnahmen äußert. Das muss man den Menschen bewusst machen.

Man merkt erst, dass man in einer Diktatur lebt, wenn man sich dagegen wehrt. Ich glaube, das stammt sinngemäss von Uli Gellermann. Es ist noch viel zu wenigen bewusst, weil sich viel zu wenig gegen die Zwänge wehren. Daher danke für dein Engagement!

(*1) Da es sich herausstellte, dass mir der erwähnte Geschäftsmann ebenfalls bekannt ist, habe ich mich mit ihm direkt in Verbindung gesetzt. Er hat mir die Angaben zur Bedrohung sowie der Reaktion der Beamten bei der Notruf-Stelle bestätigt.

(*2) Mir liegen verschiedene Sprachaufzeichnungen und Bilder vor, die die Aussagen von Eva in Bezug auf ihren Stalker ebenfalls bestätigen.

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Seba
Seba
14 Tage zuvor

Eine gute Freundin hatte auch grosse Schwierigkeiten mit dem Arbeitsamt. Sie hat 3x ihren Antrag persönlich in den Briefkasten beim Arbeitsamt eingeworfen. Nie angekommen laut Arbeitsamt. Nach persönlichen Telefonaten mit der Geschäftsführung ist der Antrag nach einem halben Jahr nun durch.

Martin1
Martin1
13 Tage zuvor

Wenn der Staat nicht mehr das hält, was er verspricht, würde ich das, was ich für gute staatl. Leistungen bezahlen müsste (Steuern) nicht mehr bezahlen. Punkt!

Geest
Geest
8 Tage zuvor

Ganz schlecht recherchiert.
Frau Rosen war seit März 2019 auf Kurzarbeit Null und hat während der Bustour nicht im Home-Office weitergearbeitet. Das hat sie selber während der Bustour ständig wiederholt. Ebenso hat sie gesagt, dass sie ab Januar aus der Firma aussteigen wird, um sich vermehrt politisch zu engagieren.
Hier wird es komplett umgekehrt dargestellt.

Schlechte Recherche.

Eva Rosen
Eva Rosen
8 Tage zuvor
Reply to  Geest

Wen es interessiert, der kann meinen Chef kontaktieren. Andrea recherchiert sehr sauber und ehrlich.

Geest
Geest
8 Tage zuvor
Reply to  Eva Rosen

Woher soll der deine Pläne kennen?
Du hast während der Bustour nicht ein Mal gearbeitet und hast stets gesagt, dass du dort nicht deine Zukunft siehst.

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