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“Am Ende der Vernunft. Ärztliche Anmerkungen zu einer postfaktischen Pandemie”. Von DDr. Christian Fiala. Rezension

Der kleine aber feine pad-Verlag aus Bergkamen ist ein Ein-Mann-Betrieb. Einst stieß ich auf die dort herausgebrachtn, einfach gemachten und preiswerten – früher zu 5 Euro, inzwischen zu 6 Euro zu erwerbenden – Broschüren auf einen der in Vor-Corona-Zeiten in Präsenz stattfinden Nachdenktreffs, die in den Räumlichkeiten der Auslandsgesellschaft Dortmund in regelmäßigen Abständen stattfanden. Der für die Redaktion verantwortlich zeichnende Peter Rath-Sangkhakorn hat sich über die Jahre immer wieder bemüht interessante Autorinnen und Autoren zu gewinnen und deren Texte im pad-Verlag zu publizieren, welche sich mit gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen oder gewerkschaftlichen Themen befassen. Hier eine kleine Auswahl von Broschüren, die ich vorgestellt und rezensiert habe.

Da wir uns schon überlang, wie ich finde, in Corona-Zeiten befinden und mit den Zumutungen der dagegen in Anschlag gebrachten Maßnahmen des Staates leben (müssen), konnte es gewiss nicht ausbleiben, dass sich auch der pad-Verlag mit dem Thema befasste. Den Anfang machte die Broschüre mit einem interessanten Text unter dem Titel „Die Corona-Falle oder: Politiker und Virologen bellen den falschen Baum an“ des österreichischen Wissenschaftsjournalisten und Betreiber des Blogs „tkp.at“ (Peter F. Mayer bloggt über Science & Technology), Dr. Peter F. Mayer. Fast täglich werden wir von diesem Blog kompetent rund um das Thema Corona auf dem Laufenden gehalten. Ich rate sehr zu einem Abo.

Nun erschienen zwei empfehlenswerte Sonder-Broschüren im pad-Verlag. Diesmal in Zusammenarbeit mit der „Initiative für evidenzbasierte Coronainformation (ICI). Das Credo der ICI: „Wir wollen eine öffentliche, breite und faktenbasierte Diskussion, die alle Bevölkerungsgruppen und alle Auswirkungen der Coronakrise miteinschließt.“

Zunächst einmal wäre da zu nennen der Beitrag von DDr. Christian Fiala mit dem Titel „Am Ende der Vernunft. Ärztliche Anmerkungen zu einer postfaktischen Pandemie“. Eine weitere Besprechung zur zweiten Veröffentlichung lesen Sie dann hier in Kürze.

Fiala war mir zuvor schon früh über Fernsehbeiträge zum Thema Corona bekannt. Etwa auf RTV (Österreich). Als ich einmal sachlichen Bemerkungen von ihm auf Facebook postete, hielt mir eine Dame – offenbar völlig gefangen genommen von der Coronapolitik der Regierung und den nahezu gleichtönenden Medien, die diese tagtäglich quasi in Regierungssprecher-Manier erschreckend unkritisch verbreiten – dabei sogar oft noch härtere Maßnahmen fordernd. Könnte man das mit dem Stockholm-Syndrom erklären?

Die anscheinend derart erleuchtete Dame bügelte meinen Post mit sachlichen Argumenten von Christian Fiala rund um Corona brüsk und zynisch, um diesen gewiss damit zu diffamieren so ab: „Ach, der Frauenarzt? Na, klar!“

Es stimmt: Fiala ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit vielseitiger Berufserfahrung in Frankreich, Thailand, Afrika und Österreich. Des Weiteren ist er Arzt für Allgemeinmedizin. Was sollte also die Replik der Dame?

Tickte man wie sie, könnte man freilich auch betreffs des Chefs der Robert-Koch-Instituts fragen: „Ach, Herr Wieler, der Tierarzt? Na, klar!“

Aber lassen wir das.

„Corona – wie real ist die Gefahr?“ 

Fiala beschäftigt sich in dieser Broschüre prinzipiell mit der Frage „Corona – wie real ist die Gefahr?“(S.5) sowie den Punkten: „Werden wir mit irreführenden Daten eingeschüchtert?“ und „Läuft gerade ein Milgram Experiment im realen Leben?“ Dazu hier nachlesen.

In der Zusammenfassung heißt es:

„Die zahlreichen zuverlässigen Daten und Fakten belegen übereinstimmend, dass wir uns am Ende einer vergleichsweise harmlosen, normalen Grippe-Saison befinden. Für die Ausbreitung eines Virus oder eine Zunahme erkrankter Menschen gibt es keinen Hinweis, ganz im Gegenteil: beides geht stark zurück.“

Weiter:

„Eine Zunahme an Grippe-Kranken wird lediglich aufgrund von ungeprüften Computersimulation vorhergesagt. Diese basieren jedoch auf falschen Annahmen, liefern deshalb falsche Ergebnisse und werden sogar von Fachleuten als ‚wissenschaftlich nicht belegbar‘ beurteilt.“

Und, wird beschieden:

„Die massiven Einschränkungen des Lebens und der demokratischen sowie persönlichen Freiheiten sind aus medizinischer Sicht unbegründet und teilweise sogar kontraproduktiv, selbst wenn wie es tatsächlich mit einer Epidemie zu tun hätten. So ist z.B. die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung in einer Wohnung wesentlich höher als im Freien. Folglich sollten alle Menschen ermutigt werden so oft wie möglich ins Freie zu gehen.“

Diese Broschüre ist insofern wohltuend zu lesen, da der Autor hier sachlich informiert, statt Angstmache zu betreiben, wie sie seit nunmehr fast zwei Jahren alltäglich via Politik und Medien auf uns einprasselt.

Es ist ein Teil Aufklärung im besten Sinne. Dabei müssen die Leser*innen gar nicht einmal unbedingt allem komplett zustimmen, was dort zu lesen steht. Sie sollten sich ein eigenes Bild machen, indem sie sich umfangreich informieren.

Wir erfahren grundsätzlich viel über Grippe-Viren, wie viele Menschen jährlich daran erkranken bzw. an Grippe-Infektionen versterben.

Auch wird der Frage nach der Zuverlässigkeit der Tests nachgegangen. Wir wissen ja inzwischen, dass die PCR-Tests gar nicht zur Diagnostizierung einer Erkrankung zugelassen sind. Und auch, dass mehr Tests natürlich umso mehr bestätigte Fälle bedeuten.

Im Kapitel Corona-“Impfung“ – die programmierte Selbst-Zerstörung des Körpers (S.22) setzt Fiala „Impfung“ nicht von ungefähr in Anführung: „Mit der mRNA Corona-“Impfung“ werden bewusst und erstmalig in der Geschichte bei gesunden Menschen Körperzellen gentechnisch mittels der mRNA so programmiert, dass sie das Spike Protein als (fremdes) Antigen auf ihrer Zelloberfläche präsentieren, obwohl sie vollkommen gesund und gar nicht mit dem Virus infiziert sind.“

Dr. Fiala weist auch auf die Wichtigkeit unseres Immunsystems – das ja bislang in der Corona-Krise aus unerfindlichen Gründen öffentlich so gut wie eine Rolle spielt – hin:

„Nur Dank unseres Immunsystems können wir in einer Welt voller Bakterien, Viren und anderer Erreger leben. Es schützt uns wirksam vor Krankheitserregern. Sobald ein Erreger oder eine fremde Zelle in unseren Körper eindringt, erkennt sie das Immunsystem aufgrund der Merkmale auf der Zelloberfläche, der sog. Antigene, und zerstört die Zelle, welche diese Antigene trägt.“

Dieses Prinzip mache man sich bei Impfungen zunutze.

Ein wesentliches Merkmal des Immunsystems sei also die strikte Unterscheidung zwischen eigenen und fremden Zellen.

Der Autor gibt zu bedenken: „Genau dies fundamentale Unterscheidung und Grundlage des Lebens wird mit der aktuell als Corona-“Schutzimpfung“ propagierten Injektion auf den Kopf gestellt. Die vielzitierten Spike-Proteine sind ein Erkennungsmerkmal des Corona-Virus, ein Antigen. Wenn das Corona-Virus, bzw. diejenigen Zellen, die vom Virus bereits infiziert wurden.“ (…)

„Der Wirkmechanismus der Corona-“Impfung“ besteht also darin, gesunde Zellen des eigenen Körpers fälschlicherweise als fremd zu markieren.

Das Immunsystem reagiert sofort, erkennt das Antigen als fremd, bildet u.a. Antikörper dagegen und zerstört das Spike-Protein, indem es die Zelle zerstört, die dieses Spike-Protein trägt. Das bedeutet, dass die Corona-“Impfung“ unser Immunsystem täuscht und dazu bringt, unsere eigenen gesunden Zellen anzugreifen und zu zerstören. Beim Militär wird dies als ‚friendly fire‘ bezeichnet, wenn Soldaten eigene Truppen angreifen.“

Es sind auch Informationen aufgeführt inwiefern Organe und welche davon durch die Impfung geschädigt werden können.

Weiter ist DDr. Fiala der Meinung, dass eine Impfung gegen Corona derzeit wenig Sinn mache. Die Gründe dafür nennt er in Kapitel 10 (S.29).

Der Autor geht der Frage nach der Wirksamkeit der Impfstoffe sowie der nach, ob Geimpfte weiterhin ansteckend sein können nach (Unterkapitel 5).

Im Epilog des Kapitels stellt Christian Fiala fest:

„Die beschriebenen Abläufe sind medizinisches Basiswissen und allseits bekannt. Es ist deshalb umso besorgniserregender, dass diese wichtigen Aspekte im wissenschaftlichen und im öffentlichen Diskurs praktisch nicht vorkommen.“

Die Broschüre enthält noch eine ungehaltene Rede, die der Autor hatte am 1. August 2021 halten wollen. Sie trägt den Titel „Wo ist die Vernunft geblieben?“ (S.47) Ein wichtiger Punkt dort:

„Testen, testen, testen

Es hat alles angefangen mit einem Test auf den neuen Corona-Virus. Wäre der nicht eingeführt worden, niemanden wäre etwas angefallen.“ Ähnlich hatte sich kurz vor seiner Pension auch der Chef der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit; mit dem deutschen RKI vergleichbar) Dr. Franz Allerberger in einem Interview geäußert.“

Angefügt ist noch ein Anhang (S.55) betreffs einer in Österreich eingereichten Verfassungsbeschwerde gegen die neue Verordnung zur Freiheits- und Erwerbsbeschränkung der österreichischen Bevölkerung.

Auch wird Bericht erstattet von deiner Pressekonferenz, wo es um die Frage ging „Wie gefährlich ist COVID-19. Teilnehmer waren: Prof. DDr. Martin Haditsch, Univ.-Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Sc. Christian Schubert und DDr. Christian Fiala.

Und wir erfahren davon, dass sich immer mehr Ärztinnen und Ärzte gegen Corona-Impfungen bei Kindern wenden.

Informiert wird ebenfalls über den Dokumentarfilm „Die andere Freiheit“ von Patricia Josefine Machart und Georg Sabransky mit engagierte Menschen aus Kunst und Kultur.

Berichtet wird weiter noch über einen „Talk im Hangar-7“ (ServusTV) mit dem Titel „Corona – Auf der Suche nach der Wahrheit – Die Welt und Corona – Heute“.

Aus medizinischer und wissenschaftlicher Sicht, sowie nach Analyse der verfügbaren Daten, ist eindeutig, dass wie aktuell kein neues Gesundheitsproblem durch Corona haben, sondern ein Demokratieproblem. Die Daten zeigen, dass wir uns nicht vor einen neuen Virus fürchten müssen, sondern vor den autoritären Maßnahmen, die in Friedenszeiten beispiellos sind. Diese Maßnahmen sind großteils nicht hilfreich gegen die Übertragung von Viren, aber sie bergen zahlreiche gesundheitliche Risiken, abgesehen von der Spaltung der Gesellschaft, der Zerstörung der Wirtschaft, Bildung und des sozialen Zusammenlebens. Die autoritären Maßnahmen konnten nur deshalb eingeführt werden, weil wir uns von der Politik mit falschen Behauptungen Angst haben machen lassen. Ähnlich wie 2009 mit der Schweinegrippe wurden zahlreiche medizinische Fakten auf den Kopf gestellt und jede sachliche Kritik an der erzeugten Angst mit persönlichen Angriffen auf einzelne Wissenschaftler und Ärzte erstickt.“ (DDr. Christian Fiala)

Was bleibt zu sagen: Kaufen, Lesen und Weiterempfehlen. Viel Information für wenig Geld. Es kommt einfach darauf an unterschiedlichen Stimmen zur Corona-Situationzu Wort kommen zu lassen und nicht nur die immer die gleichen von von den Regierungen zu „Experten“ bestimmten.

Die Broschüre

Christian Fiala:

Am Ende der Vernunft. Ärztliche Anmerkungen zu einer postfaktischen Pandemie

pad-Verlag Bergkamen

E-Mail: pad-verlag@gmx.net

72 Seiten, Preis: 6,00 Euro

Über den Autor

Christian Fiala, Dr. med, 1959 in Stuttgart geboren. Studium der Medizin in Innsbruck. Arzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit vielseitiger Berufserfahrung in Frankreich, Asien (Thailand), Afrika (Uganda, Tansania, Malawi) und Österreich. Bereits seit seinem Medizinstudium in Innsbruck engagierte er sich in Familienplanung, sowohl in Österreich als auch international. Weitere Schwerpunkte sind die Betreuung von Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft, sowe gegen die Müttersterblichkeit. Zahlreiche Publikationen zu den Themen AIDS, Familienplanung und Tropenmedizin.

-1985 Publikation einer Verhütungsbroschüre

-1999 Einführung des medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in Österreich (Krankenhaus Kornneuburg)

– 2001 Engagement zur Einführung der anonymen Geburt

– Seit 2003 Ärztlicher Leiter des Gynmed Ambulatorium Wien und seit 2005 auch am Landeskrankenhaus in Salzburg. (Gynmed.at)

Beitragsbild: pixelio.de Jakob Erhardt

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