Am 6. Juni 2020 fanden in München zwei Demonstrationen zeitgleich statt.

Auf dem Münchner Königsplatz versammelten sich ca. 25000 Menschen um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren. Auslöser dafür war der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd, durch einen Polizisten. Einige hundert Meter entfernt auf dem Karl-Stürzel-Platz fand zeitgleich eine Demonstration für die Grundrechte mit 200 Teilnehmern statt.

Demonstration für die Grundrechte 6.6.2020 / Karl-Stürtzel-Platz München  Quelle: Bildarchiv ©Thomas Stimmel
Demonstration für die Grundrechte 6.6.2020 / Karl-Stürtzel-Platz MünchenQuelle: Bildarchiv ©Thomas Stimmel

Die Münchner “Black Lives Matter” Demonstration, ursprünglich für 200 Personen angemeldet, wuchs innerhalb kürzester Zeit auf ca. 25000 Personen an. Seitens der Polizei wurde die Demonstrationsfläche erweitert, um genügend Platz für die Demonstrierenden zu gewährleisten.

In mehreren Reden wurde das Thema Rassismus aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Auch gab es musikalische Beiträge. Auf das Tragen von Mundschutz und das Einhalten der Sicherheitsabstände wurde von Veranstaltern, Ordnungskräften und durch die Polizei immer wieder hingewiesen.

Wegen der großen Menschenmenge konnten die Schutzmaßnahmen jedoch kaum eingehalten werden. Die Polizei schritt aber nicht ein.

Einige hundert Meter entfernt am Karl-Stürzel-Platz fand eine Demonstration „für die Grundrechte“ statt. Laut Veranstalter waren 200 Personen versammelt. In mehreren Reden wurden Kritikpunkte, sowie Sorgen und Ängste bezüglich der derzeitigen Infektionsschutzmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, sowie die „einseitigen Darstellung der Situation in den Leitmedien“ thematisiert. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Menschen jeglicher Herkunft, Religion und sexueller Orientierung eingeladen seien, an der Demonstration teilzunehmen.

Wenn Sie die Inhalte dieses jungen Mediums schätzen und sie den Ausbau der Inhalte unterstützen wollen, freuen wir uns über Ihre Spende.

Spenden für das unabhängige Presseportal frischesicht.de: https://www.patreon.com/frischesicht

———————————-

Die Redaktion ist um das Abbilden eines breiten Meinungsspektrums bemüht. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln!

© Frische Sicht 2020

Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus!

About the author

Website | + posts

Thomas Stimmel, Jahrgang 1985 ist international tätiger klassischer Sänger, Kunstfotograf, Journalist und Publizist. Als Sohn eines afroamerikanischen GI´s und einer deutschen Mutter, wuchs er in einem kleinen oberbayerischen Dorf mit Mutter und Großmutter auf.
Aufgrund der für die damalige Zeit noch recht ungewöhnlichen familiären Umstände, war das bewusste Hinterfragen der gängigen gesellschaftlichen Denk -und Handelsmuster wichtiger Bestandteil der eigenen Lebenswirklichkeit.
Nach Beendigung eines klassischen Gesangsstudiums in München und Berlin, folgten internationale Engagements, die Stimmel Einblicke in unterschiedlichste Länder boten. Schon früh waren auf diesen Reisen eine Kamera und Notizbuch nicht mehr wegzudenken. Gespräche mit Menschen vor Ort, der Austausch mit Botschaftsangestellten (hier waren besonders Reisen nach Pakistan und Äthiopien prägend) nährten den Wunsch, diese Erlebnisse in Reportagen bzw. journalisitsch zu verarbeiten.
Es folgte die Gründung eines eigenen Musiklabels und Verlags ars vobiscum, um hochwertige musikalische und „druckbare“ Inhalte zu publizieren, sowie das Fotografiestudium an der Münchner Akademie der bildenden Künste.
Durch die pandemiebedingte musikalische Zwangspause konnte das Projekt, die Gründung des unabhängigen Presseportals „Frische Sicht“ 2020 umgesetzt werden, welches dem Verlag und Label ars vobiscum angegliedert ist.

Total
0
Shares
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Previous Article

Offener Brief an Herrn Dr. Söder: von Stefan Grasse

Next Article
Nachgefragt...! bei Dr. Gerhard Schwarzkopf "Über die Corona-Pandemie"

Nachgefragt...! bei Dr. Gerhard Schwarzkopf

Related Posts